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Arbeitsmarkt: BA-Chef Weise sieht schärferen Fachkräftemangel

Für Unternehmen in Deutschland wird es immer schwieriger, offene Stellen zu besetzen. "Der Fachkräftemangel verschärft sich permanent", stellt der Präsident der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, fest.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Juergen Weise, warnt vor einem zunehmenden Fachkräftemangel. Quelle: dapd
Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Juergen Weise, warnt vor einem zunehmenden Fachkräftemangel. Quelle: dapd

Berlin"Offene Stellen sind immer länger unbesetzt", sagte Weise der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. Der BA-Chef warnte, dass dies auf Investitionsentscheidungen durchschlage. Wenn Firmen zu dem Schluss kämen, sie könnten in Deutschland nicht mehr in ausreichender Zahl benötigte Arbeitskräfte bekommen, investierten sie in anderen Staaten. Von solchen Entscheidungen erfahre die BA aber gar nichts. "Da sehe ich eine Gefahr."

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Zugleich wollte Weise trotz positiver Anzeichen bei der Wirtschaftsentwicklung keine Entwarnung für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt geben. Er rechne in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von drei Millionen, sagte er. Die Debatte über eine Lohnuntergrenze verteidigte der BA-Chef ausdrücklich. Der Mindestlohn dürfe aber nicht zu hoch liegen, sonst vernichte er Arbeitsplätze.

  • 23.02.2013, 16:17 Uhr

    Zitat : Wenn Firmen zu dem Schluss kämen, sie könnten in Deutschland nicht mehr in ausreichender Zahl benötigte Arbeitskräfte bekommen, investierten sie in anderen Staaten. Von solchen Entscheidungen erfahre die BA aber gar nichts. "Da sehe ich eine Gefahr."

    Was für ein dummes Zeug predigt dieser Agentur-Papst ? Oder besser gesagt, in welcher Welt lebt dieser Agentur-Schmarotzer ?

    Die Firmen suchen in Deutschland qualifizierte Arbeitskräfte, die sie mit Peanuts lohnmäßig abfüttern können ! Und da werden sie ewig suchen !
    Kein qualifizierter Akademiker aus dem Ausland kommt nach Deutschland für 35.000 € p.a. zu arbeiten......er geht nach GB, Schweiz, Norwegen, etc., wo man ihm seine Tätigkeiten auch entsprechend mit 100.000 € p.a. vergütet !!!

    Deutschland entwickelt sich so langsam zum Chinesischen Billig-Lohn-Hinterland.
    Und dies entgeht wohl solchen blinden wie dieser Weise.....?!!!

  • 23.02.2013, 16:34 Uhr

    "Fachkraeftemangel" - was erwartet man denn anderes wenn man technische Berufe bei Gehalt und Ansehen stiefmuetterlich behandelt? Was sieht man denn als erfolgreich z.B. im Fernsehen an?

    Am liebsten moechte man doch im Management taetig sein, oder von Dividenden leben. Als Anwalt und im Verkauf kann man auch noch gut verdienen. Nur "Dumme" studieren noch technische Berufe. Schliesslich kann man das alles doch nach Indien und China outsourcen... und im schlimmsten Fall holt man sich die Inder nach Deutschland.

    Die Blaue Karte (Auslaendervisum) wird z.B. nur zugeteilt, wenn der Bewerber mindestens 46400 Euro verdient. Es sei denn es handelt sich um ein Mangelberuf (d.h. es gibt dort Fachkraeftemangel), dann muss der Bewerber nur noch 36200 Euro verdienen. Logisch waere es MEHR zahlen zu muessen, damit dann auch Interesse an dem Beruf aufkommt und Inlaender das Fach studieren.

    36000 Euro als erfahrener IT'ler/Ingenieur? Da wuerde ich lieber von Sozialhilfe leben und wuerde mich noch nicht mal schaemen.

  • 23.02.2013, 16:46 Uhr

    Ja und wo sind Weises Bemerkunge zu dem ganzen Schulquatsh der Grünen und der SPD?
    Da wird es Zukunft überhuapt keine Fachkräfte mehr geben, nicht mal mehr Büropersonal wird man dann mit diesen Schulabgängern ausbilden können.
    Da höre ich aber nichts.
    Und wo sind Herr Weises Einlassungen zu den merh als niedrigen Gehältern für hoch qualifizeirte Fachkräfte?
    Und wo sind Weises Einlassungen dazu, dass merh und merh Fachkräfte unser Land verlassen, weil sie im Ausland mit Kußhand genommen werden?
    Weise sollte leiber mal die Wirtschaft und Politik auffordern, endlich Hausaufgaben zu machen und mit der Bildungszerstörung aufzuhören

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