Arbeitsmarkt
Blue Card soll Facharbeiter locken

Um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, führt die Bundesregierung die Blue Card ein. Sie gibt Absolventen Zeit, um nach dem Abschluss einen Job zu finden und regelt den Zuzug der Familie.
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BerlinDie Blue Card kommt: Facharbeiter und Akademiker aus dem Ausland können damit in Deutschland leichter eine Arbeit finden. Mit den Stimmen der Koalition verabschiedete der Bundestag ein entsprechendes Gesetz, das auf die EU-Richtlinie für Hochqualifizierte zurückgeht.
Die Regelungen beseitigen bürokratische Hemmnisse für den Zuzug von Facharbeitern, Akademikern und Auszubildenden. Ausländische Studenten in Deutschland können nach dem Gesetz 18 Monate nach ihrem Abschluss bleiben, um einen Job zu finden.
Die notwendigen Mindestverdienste werden erheblich abgesenkt. Künftig gilt eine Grenze von rund 45.000 Euro. In sogenannten Mangelberufen reichen 35.000 Euro. Inhaber der zunächst befristeten Blue Card sollen nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis für sich und ihre Familie erhalten, sofern sie einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen. Bei guten Deutschkenntnissen kann die Frist auf zwei Jahre sinken. Zudem wird ein sechsmonatiges Visum angeboten, um sich einem Job in Deutschland zu suchen.
Die SPD begrüßte zwar mehrere Regelungen, enthielt sich aber in der Abstimmung. Damit wandten sich die Sozialdemokraten vor allem gegen die Lohngrenzen, die sie für zu niedrig halten. Die SPD-Abgeordnete Daniela Kolbe sagte, 35.000 Euro bedeute „Lohndumping für Akademiker“ und widerspreche möglicherweise dem EU-Recht.
Die Linke lehnte das Gesetz ab. Die Grünen enthielten sich ebenfalls. Sie warben für eine umfassende Reform des Einwanderungsrechts mit der Einführung eines Punkte-Systems. Sie erklärten das Gesetz für zu bürokratisch und wiesen auch darauf hin, dass nicht Deutschkenntnisse, sondern vielmehr Englischkenntnisse für viele Fachkräfte notwendig seien.
Koalitionspolitiker betonten, bei der Besetzung von Arbeitsplätzen bleibe es bei einem Vorrang für deutsche Arbeitslose. Sie forderten die Wirtschaft auf, ihren Beitrag zur Gewinnung „kluger Köpfe“ aus dem Ausland zu leisten.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hob die Bedeutung der Zuwanderung angesichts der alternden Bevölkerung in Deutschland hervor. Er verwies auf die zum Teil sehr hohen Raten der Jugendarbeitslosigkeit in den südlichen Ländern der EU. Jeder junge Spanier oder Italiener, der in Deutschland einen Arbeitsplatz finde, „ist eine Entlastung für den Euro und ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit Eurolands“, sagte er.
Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Es soll so schnell wie möglich in Kraft treten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Arbeitsmarkt: Blue Card soll Facharbeiter locken"

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  • Angeblicher Facharbeitermangel

    http://www.volksprotest.de/

    Zuwanderung von Fachkräften, was steckt dahinter?

    http://www.volksprotest.de/index.php?templateid=news&id=321

    Kein echter Facharbeitermangel

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/jens-romba/politische-luegen-wachsende-zweifel-an-fachkraeftemangel-jetzt-auch-in-den-medien.html

    Ministerium gibt zu: Die Lüge vom Facharbeitermangel

    http://www.amazon.de/betreiben-eine-massive-forcierte-Einwanderungspolitik-/forum/Fx3J4G8SM8OUAZG/Tx2N0K1XB2ZIBZU/1/ref=cm_cd_dp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&asin=3421044309

  • 35.000 EUR? Ich wollte schon E-Technik studieren.
    Der Preis signalisiert mir ein Überangebot, so dass ich nun doch etwas anderes studieren werde.

  • Anstatt auf Ausländer zu setzen sollten lieber die eigenen Leute vernünftig ausgebildet werden.

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