Arbeitsmarkt
Grüne wollen Minijobs auf 100 Euro drücken

Die Grünen sind enttäuscht: Sie hatten sich die Minijobs als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt vorgestellt. Das habe nicht funktioniert, konstatiert Spitzenkandidatin Göring-Eckardt - und macht einen Vorschlag.
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DüsseldorfDie Grünen wollen die Regelungen für Minijobs auf eine monatliche Verdienstgrenze von 100 Euro beschränken.

"Alle Verdienste über 100 Euro im Monat sollen steuer- und abgabenpflichtig werden, mit reduzierten Beiträgen für geringe Einkommen", sagte die Spitzenkandidatin der Partei für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf. Als Ausnahme nannte sie den "haushaltsnahen Bereich", für den die "unkomplizierte Anmeldung der Arbeitskraft erhalten" bleiben solle.

Zur Begründung für ihren Vorstoß sagte Göring-Eckardt der Zeitung: "Als wir die Minijobs eingeführt haben, dachten wir, sie seien eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt." Die Erwartung habe sich nicht erfüllt.

Durch eine Reform könne mehr reguläre Beschäftigung entstehen. "Die Leute wären besser abgesichert und könnten wieder mehr Rentenansprüche aufbauen", sagte Göring-Eckardt.

Als Minijobs werden Beschäftigungsverhältnisse mit einem Monatsgehalt von aktuell bis zu 450 Euro bezeichnet. Minijobber sind bis zu dieser Gehaltsgrenze von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung befreit. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es derzeit mehr als 7,4 Millionen Minijobs.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Genauso ist es...Meine Frau arbeitet als Fahrerin für behinderte Kinder. Und ist damit sehr zufrieden. Ich selbst bin in passiver Altersteilzeit, mehr oder weniger freiwillig.Nächstes Jahr bin ich dann Rentner. Als private Altersvorsorge habe ich zwei Mietwohnungen erstellt und über Kapitallebensversicherungen finanziert. In den Genuss dieser zusätzlichen Rente werde ich erst in fünf Jahren kommen, Politik sei Dank. Wenn das Ehegattensplitting fällt, wie es diese Grünen (den Ausdruck erspar ich mir) vorhaben, um ihre verbeamtete 68er Lehrerklientel zu bevorteilen, die dann auch für ihre Hausangstellten (unter 100€ steuerfrei)keine Abgaben zahlen, (natürlich keine Ausbeutung)und meine Frau ihren Minijob los ist, dann können wir unsere Hypotheken nicht mehr bedienen. Ich habe 40 Jahre gearbeitet, und lasse es mir nicht gefallen durch grüne und linke Spinner enteignet zu werden.

  • Was die Netiqette betrifft sind Grüne doch immer vorneweg wenn es um persönliche Angriffe gegen andere geht. Das sogar
    im Bundestag und allen Medien. Diese Beleidigungen gehen Weltweit auf Reise und das nennt man Demokratie. In Nordkorea angekommen ist dann diese Demokratie zu Hause.
    Wenn Özdemir massiv das NSU Gericht einen gesunden Menschenverstand abspricht dann ist das Gericht für andere
    untauglich und man wird sehen, welche Auswirkungen das in den Türkischen Medien hat. Der Aufmacher;: Nun brennen wir wieder, in den türkischen Medien als mieses Beispiel genannt. Das Handelsblatt könnte sich Özdemir ruhig mal vorknöpfen per Artikel.

  • Noch was, wo wir gerade bei Zauberwörtern sind: Man müsste eigentlich den Begriff Minijob abschaffen. Es ist eine Teilzeittätigkeit, genauso wie ein Halbtagsjob.

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