Arbeitsmarkt
Koch will Kündigungsschutz lockern

Nach Wirtschaftsminister Michael Glos spricht sich nun auch Roland Koch für ein Kündigungsrecht nach dänischem Vorbild aus. Der hessische Ministerpräsident will den Gewerkschaften eine Lockerung des Kündigungsschutzes abhandeln.

HB MÜNCHEN. „Wenn die Gewerkschaften zu einer Flexibilisierung des Arbeitsrechts und einer Lockerung des Kündigungsschutzes bereit wären, könnten wir auch über Zugeständnisse bei der Höhe des Arbeitslosengeldes sprechen“, sagte Koch dem Magazin „Focus“. Man könne sich beim Kündigungsschutz am Vorbild Dänemark orientieren. „Natürlich könnten wir das dänische Modell auch mit den Sozialdemokraten regeln, aber die haben eben zu viel Angst vor den Gewerkschaften“, sagte Koch zu seinem Vorstoß.

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte das Modell vergangenes Wochenende ins Gespräch gebracht und war dafür auch innerhalb der Koalition kritisiert worden. In Dänemark sind die Kündigungsfristen kurz, Abfindungen gibt es nicht in dem Umfang wie in Deutschland. Arbeitslose erhalten aber bis zu vier Jahre Arbeitslosengeld. Dies kann bei Beziehern von Niedrigst-Einkommen bis zu 90 Prozent ihres zuletzt erhaltenen Lohns ausmachen. Sie müssen aber jede zugewiesene Arbeit oder Angebote für Ausbildung annehmen, sonst droht der Entzug des Arbeitslosengeldes.

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