Arbeitsmarkt
Rentner dürfen mehr Geld verdienen

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Rentner mobil machen. Laut einem Medienbericht sollen Pensionäre zukünftig deutlich mehr Geld als bisher ohne Abzüge hinzuverdienen dürfen.
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BerlinBundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat ihre Pläne für die neue Kombirente nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ nachgebessert. Davon könnten vom nächsten Jahr an viele Ruheständler profitieren, die vorzeitig Altersrente beziehen und zusätzlich arbeiten, schreibt das Blatt.

Für Rentner gelten bislang starre Grenzen beim Hinzuverdienst. Wer vor Erreichen seiner Altersgrenze in den Ruhestand geht, darf derzeit nur 400 Euro im Monat hinzuverdienen - was darüber hinausgeht, wird schrittweise auf das Altersgeld angerechnet. Diese starren Verdienstgrenzen wolle die Ministerin abschaffen. In Zukunft soll es möglich sein, durch Rente und Arbeitseinkommen insgesamt so viel zu verdienen wie früher durch das Gehalt.

Laut Zeitung steht fest, dass für die Berechnung dieser Obergrenze das Jahr mit dem höchsten Einkommen der letzten 15 Jahre maßgeblich sein soll. Ursprünglich war vorgesehen, den Durchschnittsverdienst aus den letzten drei Jahren der Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Für Rentner, die noch nebenbei berufstätig sind, kann die nun geplante Regelung ein größerer finanzieller Vorteil sein, weil der Spitzenverdienst in den 15 Jahren in der Regel höher ist als der Schnitt der letzten drei Jahre. Auch lassen sich so leichter Ungerechtigkeiten beim Berechnen von Abzügen vermeiden, etwa weil am Ende des Berufslebens das Gehalt geringer als vorher ausgefallen ist. Von der neuen Kombirente könnten aber nicht alle Frührentner profitieren, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.

Die gelockerten Grenzen für den Hinzuverdienst gelten nur für Versicherte, die mindestens 63 Jahre alt sind und 35 Versicherungsjahre nachweisen können. Früher ist dies nur bei Schwerbehinderten möglich, deren maßgeblich Altersgrenze seit Anfang des Jahres schrittweise von 60 auf 62 angehoben wird.

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1,4 Millionen Rentner sollen profitieren

Kommentare zu " Arbeitsmarkt: Rentner dürfen mehr Geld verdienen"

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  • „Rentner dürfen mehr Geld VERDIENEN.“
    Diesen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Rentner sein, bedeutet Ruhestand!
    Ein Rentner ist eine nicht mehr erwerbstätige Person, die ihren Lebensunterhalt aus einer Rente, also einer gesetzlichen oder privaten Versicherungsleistung bestreitet.
    Rentner wollen ihren wohlverdienten Ruhestand mit einer menschenwürdigen Rente und nicht mehr bis ins Grab erwerbstätig beschäftigt sein.
    Warum können sich weiterhin freiberufliche Besser- und Spitzenverdiener dem Umlagerentensystem entziehen?


  • Rentner sterben in der Regel eher, als ihre ZEITgenossen. Eine "Sterbegeldversicherung" rettet die letzte "Würde" dieser nun auf den Altenteil entsorgten Kreis von BÜRGERINNEN.

    Und nicht zu vergessen, die erzielten "Einkommen" von Rentnern wird natürlich versteuert oder angerechnet. Alles andere sei Lüge. Die Ausgrenzung selbst von Rentnern untereinander dient einer bisher unbekannte Selektierung von Menschen. Es verstößt durchaus gegen die Menschenrechte.

    Gut zu wissen, daß sich wenigstens die Soldaten in Afghanistan für die Rentner auch einsetzen. Chapeau und Dank sei einer Bundesministerin von der Leyen.

  • Abraham, schämen Sie sich eigentlich nicht ob der Monatspension Ihres Vaters so rumzuwinseln. Wenngleich
    aus Ihren Ausführungen nicht so ganz klar wird, wie viel Ihr Vater Nettopension bekommt, so geht doch selbst der kleinste Postbeamte nicht mit unter 1500 Euro Nettopension in Ruhestand. Die monatliche Durchschnittsrente bei männlichen Rentnern liegt bei etwa 850 Euro. Verglichen damit geht es Ihrem Herrn Papa ja wohl noch paradiesisch. Wenig Grund also sich zu beklagen. Wir alle müssen für die üppigen Beamtenpensionen ganz schön Steuern blechen.

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