Arbeitsmarkt
Zahl der Hartz-IV-Aufstocker weiter gesunken

Manche Hartz-IV-Empfänger verdienen sich etwas dazu, andere arbeiten Vollzeit und brauchen dennoch Zusatzleistungen – beide gelten als Aufstocker. Im Wahlkampf wurde viel über sie gestritten – doch ihre Zahl geht zurück.
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NürnbergDie Zahl der Hartz-IV-Aufstocker ist im vergangenen Jahr weiter leicht gesunken. Im September seien rund 1,317 Millionen Männer und Frauen zusätzlich zu ihrem Lohn auf Harz-IV-Leistungen angewiesen gewesen, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg. Das seien rund 7000 weniger als im September 2012.

Besonders stark sei die Zahl der Mini-Jobber gesunken, die ihren niedrigen Lohn mit Hartz IV aufbesserten. Ihre Zahl sei zwischen Juni 2012 und Juni 2013 - dem aktuellsten Wert - um rund 28.000 auf 618.000 zurückgegangen. Leicht gestiegen sei hingegen die Zahl der Selbstständigen, die allein von ihren Einnahmen als Freiberufler nicht leben können und daher bei den Jobcentern staatliche Unterstützung beantragten. Ihre Zahl lag im Juni bei 128.000.

Verändert habe sich hingegen das Verhältnis von Vollzeit- und Teilzeitaufstockern. Das habe allerdings allein statistische Gründe, betonte eine BA-Sprecherin. So sei die Zahl der Vollzeitbeschäftigten unter den Hartz-IV-Aufstockern von Juni 2011 bis Juni 2013 um 113.000 auf 218.000 gesunken. Im gleichen Zeitraum habe die Zahl der in Teilzeit beschäftigten Aufstocker um 119.000 auf 363.000 zugenommen.

Die Gesamtzahl der Hartz-IV-Aufstocker habe sich dadurch kaum verändert. Bessere statistische Erfassungsmethoden erlaubten inzwischen eine bessere Unterscheidung zwischen Vollzeit- und Teilzeitjobs, heißt es zur Erklärung in einer der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Studie der Bundesagentur. Über die Studie hatte auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Freitag) berichtet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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