Arbeitsmarktpolitik
Mindestlohn reicht nicht für richtige Rente

Für eine Rente oberhalb der Grundsicherung – also ohne Sozialhilfe – wäre ein Mindestlohn von 11,50 Euro notwendig, das teilte die Bundesregierung mit. Die Linke fordert einen Mindestlohn von mindestens zehn Euro.

BerlinDer Mindestlohn von 8,50 Euro reicht nicht aus, um im Alter eine Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu bekommen. Dafür wäre ein Mindestlohn von etwa 11,50 Euro erforderlich, wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken mitteilte, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Die aktuelle Grundsicherungsschwelle liegt demnach bei 769 Euro.

„Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre im Jahr 2015 rechnerisch ein Stundenlohn von rund 11,50 Euro erforderlich“, heißt es in dem Schreiben des Arbeitsministeriums, über das die „Süddeutsche Zeitung“ vom Dienstag zuerst berichtet hatte.

„Der Mindestlohn von 8,50 Euro liegt damit ganze drei Euro unterhalb der Sozialhilfeschwelle im Alter, sofern man 45 Jahre durchgängig beschäftigt sei“, erklärte der rentenpolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Bundestag, Matthias Birkwald. Dies sei aber aufgrund von Arbeitslosigkeit und Befristungen sowie längerer Ausbildungs- und Familienphasen unrealistisch.

Birkwald bekräftigte die Forderung seiner Partei nach einem gesetzlichen Mindestlohn von mindestens zehn Euro in der Stunde. „Wir brauchen aber auch ein höheres Rentenniveau, um die Rentnerinnen und Rentner vor weiteren Kaufkraftverlusten zu schützen.“

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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