Deutschland
Arbeitsmarktreform diskriminert Paare ohne Trauschein

Hartz-IV benachteiligt nach Ansicht des Bundessozialministeriums Paare, die nicht verheiratet sind. Etwa 50.000 Arbeitslose ohne Trauschein können sich nicht mehr über den Partner krankenversichern lassen.

HB BERLIN.

Die Einführung der Hartz-IV-Reform in Deutschland führt nach Einschätzung des Bundessozialministeriums zu einer Benachteiligung bei unverheirateten Paaren. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, rechnet die Behörde einem internen Bericht zufolge damit, dass bis zu 500.000 Arbeitslose keine Unterstützung mehr bekommen werden, weil der Partner zu viel verdient.

Etwa 50.000 dieser Arbeitslosen lebten ohne Trauschein mit ihrem Partner zusammen und müssten deshalb auch für die eigene Krankenversicherung aufkommen. Dagegen könnten Verheiratete sowie Schwule und Lesben in eingetragener Lebenspartnerschaft bei der Krankenkasse ihres Partners mitversichert werden.

Umgehen lässt sich die Beitragslast nur durch eine Trennung. Ohne den zahlungsfähigen Partner haben Betroffene dann wieder Anspruch auf Arbeitslosengel und die Übernahme der Krankenversicherungskosten.

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