Arbeitspapier
Künftige Koalition will Aufsichtsräte verkleinern

Union und FDP planen eine deutliche Verkleinerung der Aufsichtsräte deutscher Aktiengesellschaften. Ziel der künftigen Koalition ist die Professionalisierung der Aufsichtsratsarbeit.
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HB BERLIN. "Dazu werden wir die gesetzlich zulässige Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder von Aktiengesellschaften verringern", heißt es in einem Arbeitspapier der Arbeitsgruppe Wirtschaft für den Koalitionsvertrag. Bisher sind höchstens 20 Aufsichtsratsmitglieder in Aktiengesellschaften erlaubt.

Die beiden Koalitionspartner verständigten sich zudem darauf, den Einfluss von Gewerkschaftsvertretern im Aufsichtsrat zu verringern. "Das Privileg, welches unternehmensexternen Gewerkschaftsmitgliedern mindestens zwei Sitze im Aufsichtsrat von Konzernen sichert, wird abgeschafft", heißt es in dem 19 Seiten starken Papier, das noch von der großen Koalitionsrunde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Chef Guido Westerwelle abgesegnet werden muss.

Darüber hinaus wollen Union und FDP "das Mitspracherecht der Hauptversammlung bei der Festlegung der Eckpunkte von Vorstandsvergütungen stärken". Vergütungen müssten sich dabei stärker am dauerhaften Erfolg des Unternehmens orientieren, heißt es in dem Papier.

Auch soll nach den Vorstellungen der Wirtschaftsexperten der künftigen Bundesregierung "die gesetzlich vorgeschriebene Zahl der Aufsichtsratsmandate verringert werden". Laut Aktiengesetz darf ein Aufsichtsrat maximal zehn Mandate annehmen, der Corporate Governance Index beschränkt die Zahl der Mandate für aktive Vorstände sogar auf maximal drei.

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