Arbeitsplatz-Abbau in der Krise
Arbeitgeber bekräftigen Bereitschaft für Job-Moratorium

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Bereitschaft der Wirtschaft für ein Beschäftigungsmoratorium bekräftigt. Allerdings werde wohl nicht jeder Mittelständler leicht ohne Entlassungen durch die Krise kommen, fügte er hinzu.

HB DÜSSELDORF. "Ich bin zuversichtlich, dass Dax-Unternehmen bereit und in der Lage sein werden, eine Zusage zu geben, in der Krise auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen möglichst zu verzichten," sagte Hundt dem Handelsblatt. "Ein solches vertrauensbildendes Signal halte ich für sinnvoll und erforderlich. Was wir jetzt brauchen, sind positive Botschaften, statt immer neuer Hiobsmeldungen von einzelnen Wirtschaftswissenschaftlern", sagte Hundt.

Allerdings werde wohl nicht jeder Mittelständler leicht ohne Entlassungen durch die Krise kommen, fügte Hundt hinzu. Um so wichtiger sei es, den Unternehmen den Einsatz von Kurzarbeit zu erleichtern. "Kurzarbeit ist für die Unternehmen teuer, weil sie während dieser Zeit die vollen Sozialabgaben weiter zahlen müssen." Würde dies der Bund teilweise übernehmen, wäre dies eine wichtige Hilfe, sagte Hundt. Er habe diese Überlegung am Sonntag auch im Kanzleramt vorgetragen.

Nach wie vor sehe die Wirtschaft auch Spielraum, den Bürgern in der Krise mehr Netto von ihren Bruttoeinkommen zu lassen, sagte Hundt weiter. So könnte der Arbeitslosenbeitrag weiter gesenkt werden, wenn der Bund den Eingliederungsbeitrag streicht, den er der Beitragskasse der Bundesagentur entnimmt. Auch eine Senkung des Rentenbeitrags um 0,3 Prozentpunkte wäre sofort möglich, ohne dass dafür die Reserven der Rentenversicherung angegriffen werden müssten. Daneben sprach sich Hundt für Abwrackprämien für Altautos aus, um den Kauf neuer umweltfreundlicher Pkw zu fördern. Dies würde der Autoindustrie helfen und sei auch ökologisch vernünftig, sagte Hundt.

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