Arbeitsplatz-Sicherungsprogramm
Sachsen plant eigenes Mittelstands-Hilfspaket

Sachsen will mit einem eigenen Hilfspaket kleine und mittlere Firmen vor einer Pleite im Zuge der weltweiten Finanzkrise schützen. Die Eckpunkte des geplanten „Arbeitsplatz-Sicherungsprogramms“ sollen bereits in dieser Woche festgelegt werden.

HB DRESDEN. Das bestätigte Regierungssprecher Peter Zimmermann am Montag. Dabei soll es vor allem um kurzfristige Betriebsmittelkredite für den Mittelstand gehen. Das Paket soll am Dienstag auch Thema im Dresdner Kabinett sein.

Zimmermann sagte, dort werde Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) eine Analyse der aktuellen Situation vorlegen und die Marschroute abstecken. Die Höhe der geplanten Hilfen stehe bislang aber noch nicht fest. Einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ zufolge soll das Paket einen dreistelligen Millionenbetrag umfassen. „Es darf nicht passieren, dass gesunde sächsische Unternehmen von den Eskapaden weltweit agierender Banken mitgerissen werden“, zitierte das Blatt Regierungschef Stanislaw Tillich.

Der CDU-Politiker rief die Kreditinstitute in Sachsen zugleich zu einer „normalen Vergabepolitik von Krediten“ auf. Er habe den Eindruck, dass Banken und Sparkassen wegen der Finanzkrise sehr viel vorsichtiger seien. Bei den Firmen seien aber nur selten genügend Rücklagen vorhanden, um Finanzkrisen wie die aktuelle überbrücken zu können. Zimmermann betonte, beim Mittelstand habe man seit einigen Wochen das Gefühl, von den Banken alleine gelassen zu werden.

Nach seinen Angaben geht es beim „Arbeitsplatz-Sicherungsprogramm“ vor allem darum, dass kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 800 Beschäftigten kurzfristige Kredite erhalten, wenn diese zur Abwicklung größerer Aufträge nötig sind. Das Land will nach bisherigen Plänen über die Sächsische Aufbaubank (SAB) die Betriebsmittelkredite und Kontoüberziehungslinien absichern. „Es geht uns auch um den psychologischen Effekt“, sagte der Regierungssprecher.

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