Arbeitszeitdebatte
CSU für Erhöhung der Jahresarbeitszeit

In der Union gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die Verlängerung der Arbeitszeiten. Sie alle laufen jedoch darauf hinaus, dass die Deutschen mehr arbeiten sollen.

HB BERLIN. Teile der CSU befürworten eine Verlängerung der Jahresarbeitszeit. Dies geht aus einem Papier hervor, das in der kommenden Woche während der Klausurtagung in Kloster Banz diskutiert werden soll. Darin heißt es nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel», die kurzen Arbeitszeiten in Deutschland seien ein wesentlicher Grund für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Als Ziel werde deshalb eine Jahresarbeitszeit von 1720 Stunden angepeilt. Das wären 37,4 Stunden pro Woche bei 30 Urlaubstagen.

Der CSU-Wirtschaftsexperte Alexander Dobrindt setzt sich darüber hinaus jedoch für eine Streichung von Feiertagen ein. So könnten der Tag der Arbeit (bislang am 1. Mai) und der Tag der deutschen Einheit grundsätzlich an Sonntagen begangen werden. Im Gegenzug müssten sich die Arbeitgeber verpflichten, neue Jobs zu schaffen.

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel sprach sich bei einem Grundsatzkongress der Südwest-CDU in Stuttgart für eine längere Wochenarbeitszeit aus, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Man müsse den Menschen sagen, «dass wir alle in Zukunft wieder mehr arbeiten müssen, wenn wir das Ruder herumreißen wollen», sagte Teufel. Die Menschen müssten ihr Anspruchsdenken zurücknehmen.

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