ARD-Deutschlandtrend
Steinbrück macht gegenüber Merkel Boden gut

Bundeskanzlerin Angela Merkel spürt ihn wieder, den Atem von Herausforderer Peer Steinbrück. Während die CDU-Chefin an Zustimmung verliert, kann der SPD-Kandidat im Deutschlandtrend zulegen.
  • 10

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel verliert im aktuellen ARD-Deutschlandtrend an Zustimmung, liegt aber immer noch deutlich vor ihrem Herausforderer Peer Steinbrück. Wenn die Deutschen den Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich der Umfrage von Infratest dimap zufolge 49 Prozent für die Amtsinhaberin und CDU-Chefin entscheiden. Das sind vier Prozentpunkte weniger als noch im Vormonat. Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück konnte zwar drei Punkte zulegen, rangiert mit 39 Prozent aber klar hinter Merkel.

Mit Merkels Arbeit sind 60 Prozent der Befragten zufrieden, das sich acht Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Die Kanzlerin bleibt aber an der Spitze gefolgt von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Steinbrück verliert gegenüber dem Vormonat zwei Punkte, mit seiner Arbeit sind noch 48 Prozent zufrieden.

In der Sonntagsfrage gibt die Union einen Punkt ab auf 39 Prozent. Die SPD bleibt bei 30 Prozent. Die Grünen sind mit unverändert 14 Prozent drittstärkste Partei. Die FDP verharrt bei vier Prozent und könnte nicht wieder in den Bundestag einziehen. Die Linkspartei gewinnt einen Punkt auf sieben Prozent. Die Piratenpartei büßt einen Punkt ein und kommt nur noch auf drei Prozent.

Die Meinungsforscher von Infratest dimap befragten im Auftrag der ARD für die Sonntagsfrage vom 3. bis 5. Dezember 1501 Bundesbürger. Für die übrigen Ergebnisse wurden vom 3. bis 4. Dezember 1001 Bürger befragt.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " ARD-Deutschlandtrend: Steinbrück macht gegenüber Merkel Boden gut"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Das System der Bundesrepublik, scheint einem großen Wal gleich. Immer mitschwimmen, auch wenn es keinen Blumentopf gibt. Schauen wir auf die USA, da hat der Proporz feste Konturen. Da wissen mittlerweile WählerINnen, wie damals in Österreich, die wechseln die Figuren irgendwann aus, die Politik gegen das Volk, bleibt gleich.

    Hut ab, denn merke(l)t euch, nicht jeder hat so ein breites Spektrum an Unverbindlichkeiten. Mir scheint, Peer Steinbrück kann das Ruder nicht herumreißen. Einlullen, das weiß ein jeder, hat heutzutage eine Person in Deutschland am besten drauf. Notfalls wird sie Vorzeigedame in der Opera.

  • Dann könnten wir anfangen zu singen …
    Es wird nackt Signorita, isch will gar nix von disch …

    Besser nicht, da würde man ja Augenkrebs bekommen....!

  • • Steinbrück erklärte die IKB für »systemrelevant« (vermutlich hatte das damit zu tun, dass Steinbrück den Banken, die bei einer Insolvenz Geld verloren hätten, einen Gefallen tun wollte!), mit sogenannten Produktinnovationen, neuen Formen der Verbriefung und Derivaten, wollte den Finanzstandort Deutschland auf Augenhöhe mit London und New York bringen. Diese Papiere sollten wenige Jahre später als ABS, CDO und CDS zu weltweit (trauriger) Berühmtheit gelangen. Zudem war Steinbrück während der IKB-Krise im Vorstand der BfW. Er hat also in der von ihm mit verursachten Krise seine Pflichten als Aufsichtsrat verletzt.
    • Bereits ein Jahr vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers geriet die deutsche Mittelstandsbank IKB in Schieflage. Die Gläubiger wurden mit rund 10 Milliarden Euro Steuergeldern ausbezahlt. Das Mantra der Systemrelevanz war geboren, doch nie war es unzutreffender als bei der unbedeutenden IKB.
    • Noch teurer kam den Steuerzahler ein Jahr später Steinbrücks Blankoscheck für die Gläubiger der Hypo Real Estate (HRE) zu stehen. Zusammen mit seinem Staatssekretär Jörg Asmussen ließ sich Steinbrück von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion über den Tisch ziehen. Er sicherte den Banken eine Übernahme der Verbindlichkeiten der HRE zu, die den Steuerzahler insgesamt wahrscheinlich mehr als 100 Milliarden Euro kosten wird.
    • An der Einführung der Abgeltungsteuer für Kapitalerträge war Steinbrück 2009 als Finanzminister der Großen Koalition ebenfalls maßgeblich beteiligt, mit 25 Prozent liegt sie deutlich unter dem Einkommenssteuersatz.
    • Nennenswerte Gesetzesinitiativen zur Regulierung der Finanzmärkte blieben während seiner Amtszeit aus.
    • Während des Krisenjahres 2008 lehnte er jegliche konjunkturpolitische Antwort auf die Finanzkrise so lange ab, bis er von der Realität überholt wurde und zähneknirschend den Mini-Konjunkturprogrammen zustimmte, die im November 2008 beschlossen wurden. Im Folgejahr erlebte Deutschland die stärkste Rez

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%