ARD-Umfrage Mehrheit der Deutschen gegen Betreuungsgeld

Auf das derzeit heiß diskutierte Betreuungsgeld würde die Mehrheit der Deutschen lieber verzichten. Ganz anders sieht es beim nächsten Streitthema aus: Die Pendlerpauschale erfreut sich durchaus größerer Beliebtheit.
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Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb. Quelle: dpa

Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb.

(Foto: dpa)

BerlinDie Mehrheit der Bundesbürger lehnt das Betreuungsgeld laut ARD-Deutschlandtrend ab, wünscht aber eine höhere Pendlerpauschale. Laut der vom Infratest dimap erhobenen Umfrage sprechen sich 54 Prozent gegen den Vorschlag eines Betreuungsgelds für Eltern aus, die ihre Kinder nicht in staatlich geförderte Krippen schicken. Dagegen unterstützen 42 Prozent die geplante Förderleistung.

Ganz anders fällt das Ergebnis bei der Pendlerpauschale aus, die die FDP erhöhen will. 70 Prozent der Deutschen befürworten eine Erhöhung der Pendlerpauschale um zehn Cents, 28 Prozent sind dagegen. Dreiviertel der Deutschen sind zudem dafür, dass der Staat per Gesetz starke Preisschwankungen an den Tankstellen verhindern soll. Die am Mittwoch veröffentliche Befragung von 1005 Bundesbürgern fand am Montag und Dienstag statt.

  • rtr
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7 Kommentare zu "ARD-Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Betreuungsgeld"

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  • Was Herr Dr. Lochner schreibt, ist leider noch nicht zur dummen Bevölkerung durchgedrungen. Und dann wundert man sich, daß bei immer mehr Kindern Störungen diagnostiziert werden und Defizite in allen Entwicklungsbereichen an der Tagesordnung sind. Die Eltern, die heute noch den unbequemen Weg gehen (der immer mit finanziellen Einbußen), um ihre Kinder zu sozialverträglichen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen, haben sich die läppischen 100€ wahrlich verdient! Eigentlich ein Hohn, denn das, was eine MUTTER täglich leistet, ist unbezahlbar, zumal ein Mensch sein Leben lang davon profitiert. Ganz im Gegensatz zu den Sozialkrüppeln, die in Krippen aufbewahrt werden (nicht selten schon im Säuglingsalter!) und die später massive Probleme haben, die dann auch die Allgemeinheit bezahlen muß. Und was ist eigentlich mit dem Solidaritätszuschlag, den wir immer noch für die Wiedervereinigung zahlen? Dagegen hat offensichtlich niemand etwas einzuwenden. Doch wen wundert das: sind es doch hauptsächlich unsere ostdeutschen Mitbürger, die diese Fremdbetreuung im jüngsten Kindesalter Befürworten und gegen das Betreuungsgeld sind. Sie kennen es ja nicht anders. Und so schließt sich der Kreis. Fazit: Kinder gehören in den ersten Jahren zu Mutter und Vater und nicht in eine Krippe. Ich ziehe den Hut vor jeder Familie, die sich das noch traut und die Verantwortung für ihr gezeugtes Kind SELBST übernimmt und nicht an fremde Personen abgibt! Das Betreuungsgeld kann gar nicht hoch genug sein..

  • Wie wäre es, wenn wir nicht nur bei Tieren, sondern auch bei kleinen Menschenkindern einmal über das Thema "artgerechte Haltung" nachdenken würden. Das Kleinkind braucht seine Mutter so dringend wie die tägliche Nahrung. Wer das nicht glaubt, soll sich einmal das Geschrei der Kinder anhören, die zur "Betreuung" abgeliefert werden. Überdies haben viele Wissenschaftler bewiesen: niemand fördert die gedeihliche und auch die intellektuelle Entwicklung des Kleinkindes so gut wie die eigene Mutter. Dr. Hansmartin Lochner

  • wieso steckt man dann das geld nicht sinnvollerweise in bildung und kitas oder kigas? was nutzt dieses dürftige betreuungsgeld, was für einen normalbürger hinten und vorne nicht reicht bzw. nur den solventen bürgern ein schmankerl zu ihrem eh schon üppigen einkommen ist. stellt euch mal vor. unsere millionenverdiener, die fußballer setzen ganze fußballmannschaften in die welt und ihre ehefrauen, die ja in der regel zuhause bleiben, bekommen noch die 150 euros extra, obwohl die das geld kaum nötig haben. hier wird immer nur an die obere klientel gedacht.

  • mich hat als Mutter von 3 Kindern niemand gefragt. Warum die 'Mehrheit der Deutschen' dafür ist, daß Kinder wie in der DDR in den ersten 3 Jahren von Staatsdienern erzogen werden soll, erschließt sich mir nicht. Mütter/ Väter, die das nicht wollen, sollen finanziellen Einbußen, die sie durch die Aufgabe ihres Jobs haben, gefälligst selbst kompensieren. Ich hätte meine Kinder in dieser wichtigen Phase ihres Lebens weder einer Haushälterin, noch einer Kindererzieherin anvertraut. Das der Staat das will ist verständlich. Frauen/ Männer, die arbeiten, sowie das ganze Betreungspersonal zahlen Steuern und Sozialabgaben.

  • Da Familien mit vorhandenen oder geplanten Kindern in D. inzwischen eine Minderheit sind, macht sich eine repräsentative Umfrage zwar gut, aber ändern am demografischen Problem tut sie man gar nichts. Will D. aus der demogr. Falle herauskommen, dann sollten junge Mütter oder angehende Mütter befragt werden.

  • Wären die meisten Deutschen Raucher, wären sie logischerweise gegen Einschränkungen des Rauchens. Sehr viele Deutsche hätten Vorteile von der Pendlerpauschale, deshalb die hohe Zustimmung zur Erhöhung derselbigen. Nur wenige Deutsche haben noch bzw. planen Kinder - daher ist 'man' gegen das Betreuungsgeld. Es kostet pro Jahr übrigens nur 1 % von dem was in der Finanzkrise Hypo Real Estate in den Sand gesetzt hat. Eine Gesellschaft, die in Kindern keine Perspektive mehr sieht sondern nur Kosten verbaut sich die eigene Zukunft.

  • Bundesbürger scheinen mehrfach ganz vernüntige Leute zu sein; mal sehen, ob Politiker das ebenso sein können, indem sie den Wünschen der Mehrheit folgen.

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