ARD vs. RTL
Kritik am Doppel-Engagement von Günther Jauch

Sonntags moderiert Günther Jauch bei der ARD, unter der Woche bei RTL. Und dort könnte sich sein Engagement sogar noch ausweiten. Noch wird sein doppelter Einsatz geduldet, doch nun wird erste Kritik daran laut.
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BerlinAm Doppel-Engagement von TV-Moderator Günther Jauch bei RTL und ARD hat sich neue Kritik entzündet. Hintergrund sind Pläne von RTL für eine ein neues Format mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch sowie die Kritik an Jauchs letzter Talksendung, zu der auch der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer eingeladen war – der sich mit dem NDR noch 2011 einen monatelangen Rechtsstreit lieferte. Der ehemalige NDR-Chefreporter Christopher Lütgert hatte das scharf kritisiert und erklärt: „Dass der RTL-Quizonkel Günther Jauch wochentags die ARD-Quote zerschießt und am Sonntag als ARD-Dampfplauderer unsere Glaubwürdigkeit beschädigen darf, finde ich schwer erträglich.“

Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen, gestand den ARD-Anstalten zwar zu, sich ihre Moderatoren „frei nach Profil und Budget“ selbst auszuwählen. Diese „bewährte“ Praxis trage der Programmautonomie jedes Senders Rechnung. „Die aktuelle Diskussion innerhalb der ARD zeigt aber ihr Dilemma auf“, sagte Müller-Sönksen Handelsblatt Online hinzu. „Die ARD befindet sich in einem selbstgebauten goldenen Käfig, einem Zielkonflikt zwischen Einschaltquote und Qualitätsjournalismus“, konstatierte der FDP-Politiker und fügte hinzu: „Ich wünsche den Programmverantwortlichen mehr Mut zu quotenunabhängigen Entscheidungen.“

Laut „Spiegel“ soll es bei RTL zunächst Überlegungen gegeben haben, Gottschalk in die Quiz-Sendung „5 gegen Jauch“ zu integrieren. Der neue Titel der Show hätte dann „10 gegen Jauch und Gottschalk“ heißen können. Nun sollen die beiden aber wohl ein ganz neues Format bekommen.

Darin sollen Jauch und Gottschalk als „Joko und Klaas für die ältere Generation“ präsentiert werden, berichtet das Nachrichtenmagazin in dieser Woche. Gespräche zwischen den beiden Moderatoren habe es bereits gegeben. Günther Jauch dementierte im „Spiegel“ allerdings Gespräche über mögliche Kooperationen – „mit welchem Sender auch immer“.

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  • Ich möchte einmal den Hinweis auf die "Scheinselbständigkeit" von Thomas Melber aufgreifen. Der trifft auf Günter Jauch sicher nicht zu. Die SPD wollte zu Ende des Jahrtausends die Arbeitslosigkeit bekämpfen und hat zunächst einmal neue "Arbeitsverbrechen", wie die "Scheinselbständigkeit" eingeführt. Eine gesunde Marktwirtschaft benötigt einfach viele Menschen, die relativ problemlos aus den wenig erfolgreichen Unternehmen entlassen werden können, um erfolgreiche Unternehmen für unbestimmte Zeit aufzufüllen. Das gilt im besonderen Maße auch für die Frontleute der Medienbranche. Im Gegensatz zur herkömmlichen Arbeitsverhältnis, trifft die Entlassung eines freien Mitarbeitesr nur Menschen, die sich eine solche Flexibilität auch zutrauen. Aber wer flexibel ist, der kann die "Scheinselbständigkeit" auch wieder umgehen. Spezielle Beratungsagenturen haben sich inzwischen darauf spezialisiert Auswege zu finden, die den Zustand der Scheinselbständigkeit formal beheben. Günter Jauch ist ein flexibler Mensch. Auch wenn er nur für einen Sender Arbeitet, kann dieser zum Beispiel auch noch mit Produktionsfirmen zusammen arbeiten, für die Günter Jauch ebenfalls einen Teil seiner Leistung erbringt, ohne dass sich an seiner Arbeit wirklich etwas ändert.

  • Allerdings ist Herr Jauch Medienunternehmer, Dienstleister. Hat er sich verpflichtet, exklusiv nur für einen Kunden tätig zu werden? Gibt es ein Konkurrenzverbot, auch nachvertraglich? Wäre er dann vielleicht sogar "scheinselbstständig"?

  • dann einfach mal bei Mutti oder Papa fragen was sie denn gerne sehen....Unterhaltung fürs Herz :)

    Wer sich informieren will, der wird wohl auf Arte, Phoenix, 3 Sat usw. umschalten

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