Deutschland

_

„Armutseinwanderung“: Friedrich weist Hilferuf der Städte zurück

Ein Positionspapier des Städtetags, das vor den Folgen so genannter „Armutszuwanderung“ aus Rumänien und Bulgarien warnt, findet Unterstützung in Nordrhein-Westfalen. Die Bundesministerien spielen den Ball jedoch zurück.

Ein Iraker lernt Deutsche in einem Integrationskurs an der Volkshochschule Leipzig. Quelle: dpa
Ein Iraker lernt Deutsche in einem Integrationskurs an der Volkshochschule Leipzig. Quelle: dpa

Anzeige
Berlin/Düsseldorf/Frankfurt

Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hat vor einer massiven Zunahme der Armutseinwanderung in deutsche Großstädte gewarnt. „Wenn nicht endlich gegengesteuert wird, spitzt sich die Situation nach dem 1. Januar 2014 zu“, sagte Schneider der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Von diesem Datum an gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen in Europa.

Er habe „vollstes Verständnis“ für die tiefe Sorge, die aus einem Positionspapier des Deutschen Städtetags zu dem Thema spreche, sagte Schneider. Die jährliche Zahl der Armutseinwanderer aus Rumänien und Bulgarien hat sich laut FAS im Zeitraum zwischen 2007 und 2011 von 64.000 auf rund 147.000 mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2012 stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr abermals um 24 Prozent.

Innenstaatssekretär Zahl der Asylbewerber für Schröder „absurd“

Ole Schröder fordert die EU auf, Serbien als sicheres Herkunftsland zu definieren.

Innenstaatssekretär: Schröder nennt Asylbewerberzahl vom Balkan „absurd“

„Ich betrachte diese Entwicklung seit Monaten mit Sorgen“, sagte der Minister. Es handele sich zumeist um Roma, die in ihrer Heimat diskriminiert würden, aber in Deutschland aufgrund ihrer Qualifikation oder ihres Gesundheitszustandes kaum eine Chance hätten, gute Arbeit zu finden. Weil diese Menschen vom kommenden Jahr an in vollem Umfang Anspruch auf Sozialleistungen hätten, sei für die Städte mit „unglaublichen Folgen“ zu rechnen. Ab 2014 gilt die volle Freizügigkeit in der EU auch für Rumänen und Bulgaren, die Kommunen fürchten daher eine weiter wachsende Zahl von Zuwanderern.

In dem vergangene Woche veröffentlichten Positionspapier hatte der Deutsche Städtetag Bund, Länder und EU aufgefordert, sich intensiver mit der Armutszuwanderung von Menschen aus Bulgarien und Rumänien zu befassen. Der Verband will eine Diskussion darüber, wie in den Herkunftsländern die Lebensbedingungen verbessert werden können, um Armutswanderungen unnötig zu machen.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) haben den Hilferuf der Kommunen wegen der steigenden Zahl von Armutsflüchtlingen aus Bulgarien und Rumänien zurückgewiesen. Das Innenministerium forderte die Kommunen auf, Probleme wie Prostitution, Bettelei und Schwarzarbeit mit Hilfe der Polizei und des Zolls anzugehen. Daneben seien „gezielte Integrationsmaßnahmen“ nötig, wie etwa „gezielte Beschulung, Beratungsangebote sowie niedrigschwellige Angebote zur Gesundheitsversorgung“, heißt es in einer Stellungnahme des Hauses, die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt.

Ausländerpolitik, Zuwanderung, Migration

Im Bundesarbeitsministerium heißt es, Rumänen und Bulgaren hätten wie alle EU-Ausländer auch nach Beginn der vollen Freizügigkeit 2014 keinen Anspruch auf Sozialhilfe und Hartz IV, „wenn sie zum Zweck der Arbeitssuche einreisen“. Anlass für die Klarstellung war die Warnung des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Integrationsministers Guntram Schneider.

Auf Nachfrage des Handelsblatts konkretisierte der Minister, der Einwand aus Berlin sei richtig. Die Städte hätten aber die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Zuwanderer „durchaus Arbeitgeber finden, die sie für wenige Monate anstellen - zu welchen Bedingungen ist eine andere Sache“, sagte Schneider dem Handelsblatt. So erwürben sie dann in wenigen Monaten Anspruch auf Hartz IV, so dass die Kommunen die Kosten für Wohnung und Heizung tragen müssten. Allein die Stadt Duisburg würde das bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr kosten.

  • 11.04.2013, 12:55 UhrMaxmopel

    NPD und DVU Lassen Grussen

  • 21.02.2013, 09:33 UhrBerliner

    Ich verstehe nicht, weshalb sich die Regierung taub und blind stellt, obwohl in Berlin täglich Omnibusse mit Armutsmigranten aus Rumänien und Bulgarien ankommen.
    Die Tricks sind doch allen bekannt, wie diese Menschen innerhalb kürzester Zeit Hartz-4 beziehen: Kindergeld gibt es sofort, man meldet für 26 Euro ein Gewerbe an und da man nichts verdient, hat man nach ein paar Monaten Anspruch auf Hartz-4.
    Wurde sogar in einem Fernseh-Report gezeigt.
    Doch die Regierung hat den Kontakt zur Realität verloren, sie will diese erneute Destabilisierung und Plünderung der Sozialkassen, denn sonst würde sie sofort etwas dagegen unternehmen.

    Fazit: Unsere Politiker sind Betrüger und Lügner, deren Hass auf die Deutschen immer größer wird. Sie tun alles, um Deutschland kaputt zu machen.
    Die Opposition freut sich darauf, nach der Wahl das Werk fortsetzen zu können.
    Armes Deutschland.

  • 20.02.2013, 00:03 UhrNeueZeit

    Wieder einmal wird Deutschland, das in vielen Plätzen und Orten überhaupt nicht mehr deutsch ist, von einer Zuwanderungswelle heimgesucht.

    Nachdem durch Zuwanderung der 1, 5 Millionen türkischen Gastarbeitern in den 1960ern und 70ern aus denen in kürzester Zeit 3 millionen wurden überall im Land "Gettos "entstanden, Innenstädte zu No-Go-Areas wurden, und in unserem einst führenden Bildungssystem plötzlich überall Brennpunktschulen entstanden, und der euphemistische Begriff "Südländer" zum Synonym für Gewalt und zügellose Brutalität beim geringsten Anlass wurde,

    Nachdem durch die Zuwanderung Millionen nicht-europäischer Asylbewerber aus Afrika, dem Maghreb dem nahen Osten, viele davon Muslime, in den 1980ern und 1990ern all die oben genannten Zustände noch verschärft wurden

    Nachdem durch die hohe Geburtenrate dieser sehr produktionsarmen und reproduktionsfreudigen Migranten, alle Probleme noch wuchsen, und Deutsche so verdrängt wurden, dass heute der Anteil der Deutschen in vielen westdeutschen Städten in den jungen Alterskohorten nur noch bei 25%, in den drei dichtesten besiedelten Flächenländern Hessen, Baden-Württemberg, NRW bei den Unter-10-Jährigen nur noch bei knapp 50% liegt.

    Wird die deutsche Restbevölkerung nun mit Zuwanderern konfrontiert, die zwar aus Europa kommen, aber kulturell auf einem solchen Stand sind, dass durch ihre Lebens- und Hygienestandards überall, Ratten-Häuser, "Ekel-Häuser "von " “Kot, Urin und Müll" verseuchte Wohnungen entstehen:
    http://ernstfall.org/2013/02/03/roma-zustrom-sozialer-friede-in-hochstem-mase-gefahrdet/

    Wieder wird diese Zuwanderung gegen den Willen der Bevölkerung erzwungen.
    In anderen Ländern gibt es Parteien, die sich der Sorgen der Bevölkerung annehmen und konsequent handeln, wie etwa die SVP in der Schweiz. In Deutschland gibt es so etwas nicht. Parteien wie die SVP werden in Deutschland als "rechtsextrem", bestenfalls noch als "rechtspopulistisch" diffamiert, und alle etablierten Parteien sind be

  • Die aktuellen Top-Themen
Steuer-Affäre: Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Medienberichten zufolge soll sich Uli Hoeneß mit Aktien der Deutschen Telekom verspekuliert und Millionen Euro verloren haben. Damit hätte die T-Aktie neben den tausenden Kleinanlegern auch ein prominentes Opfer.

Pjöngjang: Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Trotz Sanktionen testet Nordkorea erneut Kurzstreckenraketen, nachdem Pjöngjang bereits Raketen in östliche Gewässer feuerte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die Tests als Provokation. Die Lage ist angespannt.

Anti-Euro-Partei: AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

Der Vorsitzende der AfD-Partei Bernd Lucke will nun nicht zurück zur D-Mark, sondern ist für einen Euro-Ausstieg der südeuropäischen Staaten. So könnten die Süd-Länder allmählich wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.

Handelsblog Bringt die Bürokraten in Erklärungsnot!

Die Regierung feiert sich. Mal wieder. Das Bundeskabinett hat den Bericht des Normenkontrollrates verabschiedet. Klingt abstrakt? Hat aber ganz praktische Bedeutung, denn es geht dabei um den von allen geforderten Abbau von Bürokratie. Die... Von Florian Kolf. Mehr…