Schmidt sagte, Arzneimittel seien der größte Kostentreiber im Gesundheitswesen. Sie zeigte sich offen dafür, für Medikamente eine spezielle Zulassung für die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen einzuführen. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern würden in Deutschland Medikamente nach ihrer Marktzulassung zu jedem Preis von den Kassen erstattet.
Vorbildfunktion maß Schmidt dem Schweizer Modell zu, nach dem Pharmafirmen Geld zurückzahlen müssen, wenn sich nach der Zulassung herausstellt, dass der Preis eines Medikaments im Verbleich zum Nutzen zu hoch angesetzt worden war.
Derzeit wird die Kosten-Nutzen-Bewertungen von Arzneimitteln durch das neue Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIQ) vorbereitet. Bis nächstes Jahr sollen Methoden erarbeitet werden. Schmidt sagte, sie wünsche sich mehr Tempo. Bei der Verordnung teurer Therapien müsse zudem verstärkt die Meinung eines zweiten Arztes eingeholt werden.