Arzneimittel
Ärzte wollen Medikamentenliste nicht

In den 1990er Jahren war versucht worden, Arzneimittelausgaben zu senken. Dabei sollte eine vorgegebene Liste von wirksamen Medikamenten helfen. Die Koalition will eine solche Positivliste.
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BerlinDer Verband der Hausärzte lehnt die von der Koalition geplante Einführung einer Positivliste für Medikamente ab. „Ich bin sicher, dass wir uns auf unserer Delegiertenversammlung dagegen aussprechen werden“, sagte Verbandschef Ulrich Weigelt der „Süddeutschen Zeitung“ laut Vorabbericht.

Es geht dem Blatt zufolge um einen Katalog von Wirkstoffen, die bei bestimmten Krankheiten verordnet werden sollen. Weigelt sagte, eine solche Liste bringe den Patienten keine Vorteile. „Es sind vor allem die Apotheker, die von diesem Modell profitieren“, sagte er. Der Hausärzteverband werde Mittel und Wege finden, es zu verhindern.

Der Zeitung zufolge verfolgt die Koalition mit der Positivliste das Ziel, Patienten mehr Sicherheit verschaffen, die regelmäßig und viele Medikamente nehmen müssen.

In den 1990er Jahren war versucht worden, die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen mithilfe einer Positivliste zu begrenzen. Auf ihr sollten alle Arzneimittel aufgeführt werden, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden. Alle übrigen Medikamente sollten die Patienten aus eigener Tasche zahlen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Arzneimittel : Ärzte wollen Medikamentenliste nicht"

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  • Es ist nicht zu fassen ....
    Dieser dumme Verbandshäuptling berteibt weiter die Spaltung der im Gesundheitssystem arbeitenden, und die Kassen und die Minister lachen sich kaputt.

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