Arzneimittelbereich ist Hauptkostentreiber
Stabiler Kassenbeitrag dank Papa Staat

Im ersten Halbjahr haben die gesetzlichen Krankenkassen zwar noch einen Überschuss von 2,3 Mrd. Euro gemacht. Doch die Finanzentwicklung ist im zweiten Jahr der Gesundheitsreform bereits wieder defizitär.

pt BERLIN. So stiegen die Ausgaben um 3,1 Prozent. Die Einnahmen legten nur um 2,3 Prozent zu. Hauptkostentreiber war der Arzneimittelbereich mit Zuwächsen von über 19 Prozent. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung trotzdem noch mit einem Überschuss.

Ihn haben die Kassen aber nur dem Umstand zu verdanken, dass der Bund in diesem Jahr seine Zahlungen an die Kassen zum Ausgleich versicherungsfremder Leistungen von einer Mrd. Euro im Jahr 2004 auf 2,5 Mrd. Euro erhöht. Für 2006 sagt der Rat nur deshalb stabile Kassenbeiträge voraus, weil die Steuerzahler ein weiteres Mal zur Kasse gebeten werden.

Der Zuschuss des Bundes für Aufgaben wie das Mutterschaftsgeld, für die die Kassen eigentlich nicht zuständig sind, soll nämlich ein weiteres Mal kräftig auf 4,2 Mrd. Euro steigen. Dabei soll es nun auch unter der neuen Regierung bleiben. Damit bleibt der allgemeine Durchschnittsbeitrag bei 13,3 Prozent stabil. Bei der Pflegeversicherung wird sich die Finanzlage im nächsten Jahr vorübergehend entspannen. Der Grund: Die Unternehmen müssen ihre Beiträge früher überweisen. Das bringt den Pflegekassen ein einmaliges Zubrot von 600 Mill. Euro. Damit scheint der Beitrag von 1,7 Prozent auch für 2007 gesichert.

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