Arztrechnungen sollen besser kontrollierbar sein
Private Kassen wollen Ausgaben für Ärzte eindämmen

Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) will die Steigerungsraten bei den Arztausgaben eindämmen. Dazu will er weg von einer Einzelleistungsvergütung hin zu Pauschalbeträgen.

HB KÖLN. „Das Einzelleistungssystem wirkt mengenexpansiv und beinhaltet einen Anreiz zur Mengenausweitung durch die Ärzte“, sagte PKV- Geschäftsführer Christian Weber am Montag in Köln. Man sei darüber mit dem Ärzten im Gespräch.

„Die Steigerungsraten bei den Arztausgaben sind bei uns wesentlich höher als die der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist ein Problem“, sagte Weber. Einen Bericht der „Berliner Zeitung“ über angestrebte Honorar-Begrenzungen für Ärzte wollte er nicht kommentieren. Die Zeitung hatte unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, die Ärzte dürften in Zukunft höchstens den zweifachen Gebührensatz abrechnen.

Weber sagte, dem Verband sei „sehr daran gelegen, mit der Ärzteschaft direkt die Bedingungen aushandeln zu können“. Derzeit richte sich die Vergütung der Arztleistungen nach einer Verordnung der Bundesregierung und wird den Angaben zufolge nicht von Ärzteverbänden ausgehandelt.

Die Zeitung hatte zudem berichtet, Arztrechnungen sollen nach Wunsch des Verbandes künftig besser kontrollierbar sein. Ärzte dürfen heute für die Behandlung von Privatpatienten den bis zu 3,5-fachen Gebührensatz der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen.

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