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Asse-Problem: Altmaier und Gabriel wollen zusammenarbeiten

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) setzt bei der Lösung des Atommüllproblems in der Asse auf eine parteiübergreifende Kooperation. Er will sich auch mit dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel beraten.

Peter Altmaier bei seinem Besuch in der Schachtanlage Asse zusammen mit Sigmar Gabriel. Quelle: dpa
Peter Altmaier bei seinem Besuch in der Schachtanlage Asse zusammen mit Sigmar Gabriel. Quelle: dpa

RemlingenBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel wollen bei der Lösung des Atommüllproblems in der Asse an einem Strang ziehen. „Wir müssen die Rückholung so schaffen, dass die Sicherheit der Menschen nicht gefährdet ist“, sagte Altmaier am Freitag bei einem Besuch in dem früheren Salzbergwerk, wo wegen Wassereintritts 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll geborgen werden sollen.

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Altmaier hatte Gabriel, der von 2005 bis 2009 Umweltminister war, eingeladen, ihn zu begleiten. Gabriel sagte: „Wir werden alles dafür tun, damit hier alle politisch an einem Strang ziehen.“ Die SPD unterstütze ein Sondergesetz (Lex Asse) um eine Beschleunigung bei der Bergung zu erreichen, deren Start sich wegen der bisher komplizierten atomrechtlichen Auflagen im schlimmsten Fall bis 2036 verschieben könnte.

Gabriel lobte Altmaier ausdrücklich: „Er ist ein Kommunikator und traut sich Entscheidungen zu.“ Unter Vorgänger Norbert Röttgen sei bei der Asse nichts entschieden worden. „Röttgen hat sich davor gedrückt.“ Bei der Asse sei niemals eine risikofreie Entscheidung zu treffen. „Ich hoffe, dass Herr Altmaier diesen Schwung beibehält.“

Energiepolitik

Altmaier löste per Knopfdruck das Anbohren von Kammer 7 aus - die Arbeiter in der Asse hatten auf diesen Moment zwei Jahre gewartet. Binnen sechs Wochen soll Stück für Stück die 20 Meter dicke Wand durchbohrt werden, hinter der radioaktive Abfälle lagern. Mit einer Mini-Kamera soll dann erstmals geschaut werden, wie es in einer Atommüll-Kammer aussieht, ob sich die Abfälle überhaupt noch in Fässern befinden oder ob diese vom eintretenden Wasser bereits aufgelöst wurden.

Altmaier lobte den Einsatz der Strahlenschutzexperten und Bergleute. „Hier werden nicht einfach acht Stunden abgerissen, sondern die Leute wollen was bewegen.“ Er betonte, für die Menschen in der Region sei es wichtig, dass jetzt endlich die Faktenerhebung starten könne. Der Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, sagte zum Start der Bohrung: „Für das Projekt ist das ein ganz großer Schritt, aber es ist nur ein ganz kleiner Schritt auf dem langen Weg zu einer sicheren Schließung.“

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