Atomausstieg

Großmann warnt vor De-Industrialisierung

Der Atom-Dinosaurier beißt noch mal zu: Deutschland drohe wegen der Energiewende die De-Industrialisierung, meint RWE-Chef Jürgen Großmann. Am liebsten will der Energiemanager den Ausstieg nachträglich prüfen lassen.
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RWE-Chef Großmann will sich nicht geschlagen geben: Der Manager will den Atomausstieg nachträglich überprüfen lassen. Quelle: dapd

RWE-Chef Großmann will sich nicht geschlagen geben: Der Manager will den Atomausstieg nachträglich überprüfen lassen.

(Foto: dapd)

Der AKW-Betreiber RWE verschärft im Atom-Streit mit der Bundesregierung nochmals den Ton. Konzernchef Jürgen Großmann deutete im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) neue Klagen an: „Die Brennelementesteuer ist aus verfassungsrechtlicher und EU-rechtlicher Sicht bedenklich und angreifbar“, betonte Großmann. Es sprächen deutlich mehr Gründe für eine Klage als dagegen.

Auch Schadenersatzforderungen seien möglich, denn dem Konzern entgingen Milliardeneinnahmen. Großmann warnte vor schwerwiegenden Folgen des Ausstiegs für die gesamte deutsche Wirtschaft.

Dem Land drohe eine De-Industrialisierung: „Wenn die Politik weiter so konsequent die Zerstückelung der industriellen Energieerzeugung betreibt, werden wir bald auf ganze Industriezweige verzichten müssen. Konzerne wie BASF oder ThyssenKrupp wird es dann hier nicht mehr geben“, warnte Großmann.

Auch die eigene Branche gerate zunehmend unter Druck. „Der Wertverlust unserer Aktie macht mir Sorge. Die Gefahr einer feindlichen Übernahme wächst“, erklärte er. Derweil wachse das Risiko von Stromausfällen in Deutschland.

„Die Gefahr ist real“, sagte Großmann und rief die Bundesregierung auf, eine Möglichkeit zur nachträglichen Anpassung der Ausstiegsbeschlüsse zu schaffen. „Warum soll nicht 2018 oder 2019 überprüft werden, ob wir mit der geplanten Wende im richtigen Korridor sind? Schaffen wir den Ausstieg 2022 wirklich?“ Als Unternehmer seien es Worte wie „alternativlos“ oder „unumkehrbar“, die im Sorgen machten.

  • dapd
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9 Kommentare zu "Atomausstieg: Großmann keilt weiter gegen Merkel"

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  • Die BRD als Wirtschaftsstandort ist tot. Als promovierter Maschinenbauingenieur fasse nicht nur ich mich an den Kopf, sondern alle Energieingenieure weltweit. Der Kernkraftausstieg ist ein direktes Resultat der Verblödung der BRD-Bevölkerung, eine konkrete Folge davon, dass Fächer wie Physik, Mathematik, Chemie in den Schulen abwählbar sind, und nur noch eine Minderheit nützliche Fächer studiert.

  • Sie nehm ich auch auf in meine Sammlung, allerdings in der Vitrine mit den radioaktiven Präparaten im Bleischrank!! Wünsche eine strahlende Zukunft!!

  • Bravo Herr Großmann,
    gut das es wenigsten einen gibt, der vor der Wendehalsmutti keine Angst hat. Hoffentlich finden Sie weitere Mitstreiter, was hier passiert ist Religion der schlimmsten Art. Anstatt Kraftwerke abzuschalten sollte einige Zeitgenossen besser die Birne (Gehirn) einschalten. Nur so lange auch weiterhin Strom aus der Steckdose kommt, brauchen wir kein Hirn und auch keine Kraftwerke.

  • ...man sollte den Wert eines Herrn Großmann nicht unterschätzen! Stellen Sie sich vor,Sie wären Besitzer eines echten Tyrannosaurus- Präparates! Der unermessliche Wert würde sich aus seiner Schauderhaftigkeit (man denke an sein Gebiss) und seiner Einzigarigkeit bzw Seltenheit (wer hat schon sowas!?!)ergeben. Ähnlich wird es mit dem Herrn Großmann laufen:Ich biete mich hiermit selbstlos an, ihn in einer geräumigen Formaldehyd-gefüllten Glasbadewanne mit Deckel bei mir zu beherbergen, vorausgesetzt, die Vermarktungsrechte dieses eindrucksvollen Urzeitungetüms fallen mir zu! In ein paar Jahren wird sich das deutsche Museum zu München oder das Haus der Natur in Salzburg mit Millionenangeboten bei mir bewerben!
    Also, ich nehme ihn gerne auf, den werten Herrn Großmann!!

  • Die bislang abgesonderten Kommentare sind absoluter Schwachsinn!
    Der Ausstieg aus der Kernenergie muss kommen, ohne Frage!!!
    Die Regierungserklärung unserer Kanzlerin: „Japan hat meine Sicht auf die Kernenergie verändert.“ Nachsatz: Sorry aber bei Tschernobyl habe ich noch hormonell was anders im Sinn gehabt.“
    Wie blöd muss man sein um ein derartigen volkswirtschaftlichen Schaden anzurichten?
    In unseren Nachbarländern schlägt man sich vor Lachen auf die Schenkel.
    Der Weitblick unseres Altkanzlers. „Für den wegfallenden Atomstrom müsse ja ein Ersatz als Übergang her. „Und das ist Gas. Und das kriegt man nur dort, wo welches ist. Zur Auswahl stehe Nordafrika oder Iran, dort allerdings nur mit begrenzten Möglichkeiten. „Oder aus Russland - mit unbegrenzten Möglichkeiten.“ Auch den Energiekurs der Grünen knöpft sich Schröder vor: „Wer raus will, muss auch wissen, wo er rein will.“ Ganz bestimmt gehe es aber nicht so: Wackeln beim Netzausbau, kein Gas aus Gründen der politischen Correctness und auch keine Kohle wegen des Klimaschutzes. Den eigenen Genossen legt er ans Herz, den großen deutschen Energiekonzernen „nicht die Luft abzuschneiden“. Die Konkurrenz in Frankreich würde sich nur die Hände reiben.
    Die deutschen Energiekonzerne sind eh schon auf den Sprung in die Nachbarländer und bauen dort ihre Kraftwerke (auch Kernkraftwerke).
    Nur weil unsere Hormon gesteuerte Kanzlerin einen Furz in den Eierstöcken hat sollen hier mit Milliardensummen subventionierte Kerntechnologie abgeschaltet werden.
    Deutschland eine Tsunami und erbebengefährdete Region wie Frankreich?
    Die Schweiz hat vorgemacht, wie so eine Technologie sinnvoll auslaufen kann zum Wohle der Volkswirtschaft.
    Wir brauchen die „Kohle“ aus der Kernenergie um den Umstieg in die erneuerbaren Energien finanzieren zu können. Das währe vorausschauende Politik.

  • Die bislang abgesonderten Kommentare sind absoluter Schwachsinn!
    Der Ausstieg aus der Kernenergie muss kommen, ohne Frage!!!
    Die Regierungserklärung unserer Kanzlerin: „Japan hat meine Sicht auf die Kernenergie verändert.“ Nachsatz: Sorry aber bei Tschernobyl habe ich noch hormonell was anders im Sinn gehabt.“
    Wie blöd muss man sein um ein derartigen volkswirtschaftlichen Schaden anzurichten?
    In unseren Nachbarländern schlägt man sich vor Lachen auf die Schenkel.
    Der Weitblick unseres Altkanzlers. „Für den wegfallenden Atomstrom müsse ja ein Ersatz als Übergang her. „Und das ist Gas. Und das kriegt man nur dort, wo welches ist. Zur Auswahl stehe Nordafrika oder Iran, dort allerdings nur mit begrenzten Möglichkeiten. „Oder aus Russland - mit unbegrenzten Möglichkeiten.“ Auch den Energiekurs der Grünen knöpft sich Schröder vor: „Wer raus will, muss auch wissen, wo er rein will.“ Ganz bestimmt gehe es aber nicht so: Wackeln beim Netzausbau, kein Gas aus Gründen der politischen Correctness und auch keine Kohle wegen des Klimaschutzes. Den eigenen Genossen legt er ans Herz, den großen deutschen Energiekonzernen „nicht die Luft abzuschneiden“. Die Konkurrenz in Frankreich würde sich nur die Hände reiben.
    Die deutschen Energiekonzerne sind eh schon auf den Sprung in die Nachbarländer und bauen dort ihre Kraftwerke (auch Kernkraftwerke).
    Nur weil unsere Hormon gesteuerte Kanzlerin einen Furz in den Eierstöcken hat sollen hier mit Milliardensummen subventionierte Kerntechnologie abgeschaltet werden.
    Deutschland eine Tsunami und erbebengefährdete Region wie Frankreich?
    Die Schweiz hat vorgemacht, wie so eine Technologie sinnvoll auslaufen kann zum Wohle der Volkswirtschaft.
    Wir brauchen die „Kohle“ aus der Kernenergie um den Umstieg in die erneuerbaren Energien finanzieren zu können. Das währe vorausschauende Politik.

  • Ach was hatte er sich damals über seinen Hinterzimmerdeal der Laufzeitverlängerung ins Fäustchen gelacht.
    Und so wie ich unsere Bananenrepublik kannte,hätte ich auch nie erwartet,dass das noch anders kommen würde.
    Aber dann hatte vielleicht ein lieber Gott auch den Kanal voll von diesem Geschacher und hat uns nochmal,ganz langsam zum Mitschreiben,gezeigt was passieren kann.

  • Der Prophet Großmann

    Als Prophet würde Hr. Großmann sagen: "Wahrlich, wahrlich, die Atomkraftgegner werden überwintern bei Dunkelheit und kaltem Hintern."
    Der nächste Winter kommt bestimmt. Dann werden wir alle sehen wie weit der Prophet Großmann die Zukunft korrekt voraussagte.

  • Es ist müßig und sinnlos, über die primären Gefahren von GAUs usw. zu
    diskutieren. Die wirklich fiesen Probleme verstecken sich hinter den
    GAU-Schreckensszenarien: Kaum einer denkt daran, dass jedes AKW, jede
    Atommüll-Lagerstätte und natürlich das gesamte Kernwaffenarsenal zu
    einem großen Problem für die Menschheit werden, wenn durch kulturelle
    Veränderungen das Wissen um die Gefahren von Atomkraft und deren
    Bewältigung verloren gehen sollten.

    "Das passiert ja nicht von heute auf morgen", mag mancher sagen. Das
    stimmt, aber es passiert. Und dummerweise ist dieser Dreck nicht nur
    500 Jahre lang gefährlich, wenn er "unbeaufsichtigt" bleibt, sondern
    einige zehntausend Jahre. Das sind Zeitspannen, die kein Mensch
    überblicken kann! Und manchmal ist es vielleicht noch nicht mal
    nötig, das viel Zeit vergehen muss: Was passiert denn mit AKWs in
    einem Land wie Iran oder Nordkorea, wenn politische Instabilitäten,
    Bürgerkrieg usw. ausbrechen? wer kümmert sich denn dann
    jahrzehntelang darum, dass die runtergefahrenen AKWs solange
    gewartet werden, bis deren Kerne abgekühlt sind?

    Eine ähnliche Frage stellte sich mir anfangs bei der
    Fukushima-Katastrophe. Das AKW Fukushima Daiini liegt ja nur 20 km
    von Daiichi entfernt, also eigentlich voll in der Evakuierungszone.
    Wäre jetzt die Geschichte in Daiichi noch schlimmer verlaufen, wer
    zum Teufel würde denn freiwillig in Daiini noch Schicht schieben
    wollen? Zwangsarbeiter etwa?

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