Atomausstieg
Rösler setzt sich bei Kaltreserve durch

Morgen verabschiedet das Bundesregierung ihr Eckpunktepapier zur Energiewende. Inhaltlich hat sich der Wirtschaftsminister in einem wichtigen Punkt durchgesetzt.
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BerlinBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich mit seiner Forderung, ein Atomkraftwerk als Notfallreserve für Stromengpässe im Winter vorzuhalten, durchgesetzt. "Eines der Kraftwerke, die nach dem Moratorium nicht wieder ans Netz gehen, soll bis Frühjahr 2013 als Reservekraftwerk zur Verfügung stehen", heißt es in einem Eckpunktepapier, das morgen im Bundeskabinett verabschiedet werden soll und dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt .

Laut dem 39 Punkte umfassenden Energiekonzept mit dem Titel "Der Weg zur Energie der Zukunft - sicher, bezahlbar und umweltfreundlich", soll diese "Kaltreserve" allerdings nur dann gelten, "wenn konventionelle Reservekraftwerke nicht ausreichen, um Gefahren für Sicherheit und Stabilität der Stromversorgung abzuwenden". Laut dem Papier wird die Bundesnetzagentur ermächtigt, falls sie es für notwendig erachtet, eines der genannten Kernkraftwerke als Reserve für die nächsten beiden Winterhalbjahre zu bestimmen.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros

Kommentare zu " Atomausstieg: Rösler setzt sich bei Kaltreserve durch"

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  • Ich freue mich, daß der neue Wirtschaftsminister nicht den populären Strömungen folgt und nach Wahlerfolgen "schielt". Unsere Wirtschaft braucht eine sichere Energiebasis - vermutlich wird Rösler jetzt von verschiedenen Seiten angegriffen werden - aber so wird die Politik unserer Regierung verlässlicher.

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