
HB BERLIN. Der Vorstoss der Industrie ging offenbar isn Leere. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält vorerst an der Einführung einer Brennelementesteuer fest, mit der die Energiekonzerne jährlich 2,3 Milliarden Euro zum Bundeshaushalt beisteuern sollen. Die Regierung sei zwar mit den Energiekonzernen im Gespräch über Alternativen. „Aber die sehe ich im Augenblick noch nicht“, sagte Merkel am Sonntag in einem ZDF-Interview. Entscheiden werde die Regierung Ende September.
Mit der Steuer will die Koalition die Zusatzgewinne zum Teil abschöpfen, die sie den Konzernen durch eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke beschert. Um wie viele Jahre der Atomausstieg aufgeschoben werden soll, ist in der Regierung umstritten. Das Justizministerium hält laut einem Medienbericht allenfalls zwei weitere Jahre und vier Monate für zulässig.
Die Kanzlerin nannte es selbstverständlich, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble die 2,3 Milliarden Euro für den Haushalt bekomme: „Das geht in den Haushalt.“ Daneben werde man schauen, auch etwas für die erneuerbaren Energien zu tun. „Aber da gibt es bisher keine Summen“, sagte Merkel.
Umweltminister Norbert Röttgen und Schäuble (beide CDU) ließen keinen Zweifel daran, dass an dem Sparbeitrag von 2,3 Milliarden Euro nicht gerüttelt werde. „Der Konsolidierungsbeitrag wird auf jeden Fall erbracht und als Summe auch schon Anfang September beschlossen werden“, sagte Röttgen dem „Spiegel“. Offen seien nur die Form sowie die Frage der Gewinnabschöpfung zugunsten von erneuerbaren Energien.
Das Kabinett will am 1. September das Haushaltsbegleitgesetz mit den Sparvorhaben sowie den Steuer- und Abgabenerhöhungen auf den Weg bringen. Der Entwurf enthält auch den Vorschlag, den Sparbeitrag der Energiekonzerne über eine Brennelementesteuer einzufordern. Das Finanzministerium spricht mit der Branche auch über eine Alternative, etwa eine vertragliche Lösung. „Es kann sein, dass man einen anderen Weg als die Brennelementesteuer für die 2,3 Milliarden Euro finden wird“, sagte Schäuble der „Rheinischen Post“. „Das wird sich im September klären.“
Die Bundesregierung will Ende September ihr Energiekonzept beschließen und dann auch über die Laufzeitenverlängerung entscheiden. Der „Spiegel“ berichtete, die Experten des Justizministeriums hielten eine Verlängerung um höchstens zwei Jahre und vier Monate für zulässig, wenn der Bundesrat wegen der fehlenden schwarz-gelben Mehrheit außen vor bleibe. Das Innenministerium halte dagegen zehn Jahre für möglich. Ein Sprecher des Justizministeriums erklärte, es gebe keine abschließende Bewertung der verfassungsrechtlichen Fragen zwischen Justiz- und Innenministerium.
@Gustav, bei dem Namen gehe ich davon aus das es Dir egal ist wie die Welt in 20 Jahren aussieht. ich selbst habe Kinder und deren Wohl steht für mich im Vordergrund. ich soll mit 67 in Rente und freue mich darüber das Deine Generation im Schnitt 10 Jahre eher gehen durfte. ihr konntet Euch über permanete Lohnzuwächse freuen und habt Deutschland so richtig in den Abgrund gerissen.
Auf der anderen Seite steht die Generation "Praktikum" mit befristeten Arbeitsverträgen, niedrigere Löhne, dafür aber die freudige Aussicht Eure Schulden zu bezahlen, sei es nun die permanente Neuverschuldung oder die Last die unseren Kindern durch die Äbfälle der Atomwirtschaftet aufgebürdet wurde.
Wer gehört zu wem und wem gehört was:
1. EnbW: 90% der Aktien sind in öffentlicher Hand. Aufteilung: 45% beim Verbund schwäbischer Kommunalversorger, 45% beim französischen Staatskonzern, von dem fast 85% der franz. Republik gehören.
2. Vattenfall: 100% der Aktien befinden sich in der Hand des schwedischen Staates welcher ja das "soziale „Vorzeigemodell" schlechthin ist.
3. RWE: 15% bei einem Verbund von NRW-Kommunalbetrieben, 16,5% bei weiteren Kommunalbetrieben; der Rest in Streubesitz zudem der ein oder andere kommunale Aktionär zu finden ist.
4. EOn: dort sind 82% in Streubesitz, es dürften aber nicht wenige Stadtwerke beteiligt sein da EOn an zahlreichen Stadtwerken beteiligt und somit sehr eng mit den Kommunen verbunden ist.
Von den hohen Gewinnen der Konzerne profitieren daher überwiegend staatliche Einrichtungen, nicht nur aufgrund der Gewinnsteuern, sondern auch die Dividenden fließen an den Staat.
ich glaub', die Merkel macht das nur, damit hier unsere Angstmichel weiter rumzetern können.
Auf jeden Fall hat's 'n hohen Unterhaltungswert...
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