Attacke auf Röttgen
CDU-Politiker wettern gegen Seehofers Kritik

Nach der Attacke von CSU-Chef Seehofer gegen Röttgen melden sich auch Vertreter der Schwesterpartei zu Wort - und die sind gar nicht begeistert. Auch FDP-Chef Rösler hält einen besonnenen Politikstil für sinnvoller.
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Düsseldorf/BerlinDie scharfe Kritik von CSU-Chef Horst Seehofer nach der Wahlschlappe in Nordrhein-Westfalen am Kurs der Union hat bei der Schwesterpartei CDU Verärgerung ausgelöst. Der Vizechef der NRW-CDU, Armin Laschet, sagte am Dienstag in Düsseldorf, er wünsche Seehofer, "dass er in einer Niederlage nie so von anderen Landesverbänden behandelt wird wie er im Moment die CDU behandelt".

Der Parlamentsgeschäftsführer der Union, Peter Altmaier (CDU), versuchte in Berlin, die Wogen zu glätten. Seehofer sei "bekannt für offene Worte", sagte Altmaier vor Journalisten. Dessen Äußerungen seien "kein Beinbruch" in der Debatte, wie die Union erfolgreich bei den nächsten Wahlen sein könne.

Unterstützung erhielt Seehofer von CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. "Horst Seehofer hat völlig recht", sagte die Vorsitzende der CSU-Bundestagsabgeordneten der "Rheinischen Post". Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin müsse "den Leuten jetzt deutlicher sagen, dass wir auch gut sind für die Zukunft des Landes". Sie müsse "tun, wofür uns die Leute gewählt haben".

FDP-Chef Philipp Rösler zeigte sich unbeeindruckt von Seehofers Ankündigung, nicht mehr an Spitzentreffen der Koalition teilzunehmen, bis ein Gesetzentwurf für das von der CSU geforderte Betreuungsgeld vorliegt. Die Koalitionsparteien sprächen "regelmäßig" miteinander, sagte Rösler im Deutschlandfunk. "Wenn wir uns zusammen treffen, kommen immer sehr gute Ergebnisse dabei raus."

Der FDP-Chef warb für einen besonnenen Politikstil. "Was hat man davon, wenn man aus der Haut fährt? Die Probleme werden nicht gelöst, indem man aus der Haut fährt, sondern wenn man sie klug analysiert, nachdenkt, Problemlösungen findet und sie dann auch umsetzt."

Seehofer hatte Röttgen am Montagabend im ZDF-"heute journal" massiv angegriffen und auch den Zustand der Koalition kritisiert. Er kündigte deshalb auch Konsequenzen für die Koalitionsarbeit an: Er sei wirklich entschlossen, was zu ändern.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Jeder, der Mitglied eines Vereines ist, und Vereinskollegen vom Schlage Seehofer oder seines Adjudanten Soeder hat, weiß, daß Frau Merkel wahrlich nicht zu beneiden ist.

  • Zu spät hat sich Seehofer geäußert. Dass Röttgen ein Blindgänger ist, das pfeifen doch alle Spatzen von den Dächern. Bei BDI konnte der nichts werden, also blieb nur die Politik.

  • Seehofer ist ein Dampfplauderer der dümmsten Sorte. Selber nichts auf die Beine bringen, unzählige "rote Linien" in der Europapolitik ziehen um diese gleich wieder zu überqueren, ... das ist Seehofer.

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