Auch betriebsbedingte Kündigungen möglich
Krankenkassen erwägen Stellenabbau

Zur Senkung ihrer Verwaltungsausgaben erwägen zahlreiche gesetzliche Krankenkassen einen Stellenabbau sowie die Schließung von Geschäftsstellen in den kommenden Monaten. „Dieser Prozess ist im Gange und wird sich fortsetzen“, sagte die Sprecherin des Ersatzkassen-Verbandes, Michaela Gottfried, der „Financial Times Deutschland“ vom Dienstag.

Reuters BERLIN. Eine Sprecherin der Barmer Ersatzkasse mit mehr als sechs Mill. Versicherten kündigte an, den bereits begonnenen Stellenabbau fortzusetzen. „Diesen Weg werden wir weiter gehen.“ Bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Brandenburg wird dem Bericht zufolge darüber nachgedacht, nach der Umstellung auf Teilzeit nun auch betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen. Nach einer Statistik des Bundessozialministeriums stiegen die Verwaltungsausgaben der Krankenkassen im Jahr 2002 auf ein Rekordniveau von 8,02 Mrd. €.

Der zwischen Bundesregierung und Opposition ausgehandelte Kompromiss für die Gesundheitsreform sieht vor, dass die durchschnittlichen Krankenversicherungsbeiträge im nächsten Jahr auf 13,6 von derzeit rund 14,3 % sinken. Unter anderem sollen dafür auch die Verwaltungsausgaben der Kassen gedeckelt werden. Die Krankenkassen haben grundsätzlich Beitragssenkungen zugesagt, sich aber nicht auf eine konkrete Zahl festgelegt. Das Bundesversicherungsamt stellte nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung bei mehreren Krankenkassen überhöhte Vorstandsgehälter fest.

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