Auch ein Parteiloser ist noch im Rennen
Hitliste der Unionskandidaten für Bundespräsidentenamt

Nach dem Wahlsieg der Union in Hamburg wächst der Druck auf Unions-Chefin Angela Merkel, ihren Favoriten für das Amt des Bundespräsidenten zu benennen. Langsam kristallisieren sich die Top-Kandidaten heraus.

HB Berlin. Seit Beginn der Debatte um einen Kandidaten der Unionsparteien für die Bundespräsidentenwahl wurden mehr als ein Dutzend Namen ins Gespräch gebracht. Die letzten sieben Plätze im Kandidaten-Karussell besetzen:

WOLFGANG SCHÄUBLE (CDU): Der ehemalige Partei- und Fraktionsvorsitzende (61) wurde schon einmal als Anwärter auf eines der höchsten Staatsämter gehandelt: Als Architekt des Einigungsvertrages galt er lange als „Kronprinz“ des früheren Kanzlers Helmut Kohl (CDU). Im Februar 2000 gab er unter dem Druck von Enthüllungen über eine Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber seine Ämter auf. Seit dem Attentat eines geistig Verwirrten im Oktober 1990 ist Schäuble querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl.

ANNETTE SCHAVAN (CDU): Die baden-württembergische Kultusministerin und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende soll intern neben Schäuble zur engeren Auswahl gehören. Bevor sie 1995 ihr Ministeramt antrat, leitete sie das katholische Cusanuswerk. Seit 1994 ist Schavan (48) Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Gegen ihre Kandidatur sprechen angeblich Befürchtungen von CDU-Chefin Angela Merkel, eine Frau im höchsten Staatsamt könne ihre eigenen Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur behindern.

KLAUS TÖPFER (CDU): Auch der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi wird in der Kandidatendebatte häufig genannt. Der Professor für Umwelt und Ressourcenökonomik war Bundesumwelt- und Bauminister. Töpfer (65) wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als Anwärter auf die Rau-Nachfolge ins Gespräch gebracht. Die CSU ist jedoch gegen ihn.

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