Auch FDP-Bundesgeschäftsführer Beerfeltz wegen gewerbsmäßigen Waffenhandels im Visier
Ermittlungen gegen Lambsdorff wegen unerlaubten Waffenbesitzes

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den FDP- Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff (78) ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Waffenbesitzes eingeleitet.

HB BERLIN. FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz wegen gewerbsmäßigen Waffenhandels ermittelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Samstag. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“.

Die FDP hatte kürzlich im Internet einen Stock des gehbehinderten Grafen versteigert, in dem früher eine messerartige Klinge versteckt gewesen sein soll. Der Spazierstock des Ex-Wirtschaftsministers ging schließlich für 1710 Euro an einen unbekannten Käufer. Das Geld will die FDP für den Bundestags-Wahlkampf verwenden.

Beerfeltz wusste laut „Focus“ zunächst nichts von dem versteckten Messer. Schließlich sei der Stock auch ohne das Messer versteigert worden. „Wir müssen jetzt aber prüfen, wann dieser Gegenstand wem gehörte“, sagte der Sprecher. Auch andere Stücke von prominenten FDP-Politikern sind bei der FDP im Angebot, beispielsweise eine handsignierte Schallplatte des ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel („Hoch auf dem gelben Wagen“) sowie eine Krawatte des früheren Außenministers Hans-Dietrich Genscher.

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