Auch Seehofer zeigt sich optimistisch
Ulla Schmidt ist mit ihrer Reform zufrieden

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat den Rückgang bei den Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kassen im ersten Quartal als Erfolg gewertet. „Die Gesundheitsreform wirkt“, sagte Schmidt der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch).

HB BERLIN. Das zeige nicht nur die Ausgabenentwicklung - auch die Ankündigung von Hausarztmodellen oder Bonusprogrammen beweise, dass die Reform Veränderungen in den Strukturen des Gesundheitswesens bewirke. „Ärzte und Krankenkassen dürfen jetzt nicht in ihren Sparbemühungen nachlassen“, verlangte Schmidt zugleich. Es komme nun darauf an, die Erfolge der ersten Monate fortzusetzen.

Auch Unions-Gesundheitsexperte Horst Seehofer (CSU) zeigte sich zufrieden. „Natürlich wird die Reform ihre Wirkung entfalten. Wir werden jetzt häufiger solche Zahlen bekommen“, sagte er der Zeitung. Die Patientenbeauftragte Helga Kühn-Mengel (SPD) forderte die Krankenkassen auf, die Einsparungen möglichst bald für Beitragssenkungen zu nutzen. Sie geht davon aus, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen durch die Reformen im Arzneimittelbereich dauerhaft Geld sparen werden. Die Größenordnung könne man aber erst in einigen Monaten abschätzen.

Die höheren Zuzahlungen seit Start der Gesundheitsreform haben die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen stark sinken lassen. Sie gingen um 892 Millionen Euro oder knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, teilte die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände (ABDA) am Dienstag in Berlin mit.

Allerdings warnte die ABDA davor, das Ergebnis der ersten drei Monate auf das Gesamtjahr hochzurechnen. Wegen der Vorzieheffekte im Dezember sei das Ergebnis „nicht unbedingt repräsentativ“. ABDA- Hauptgeschäftsführer Rainer Braun nannte gleichwohl einen Ausgabenrückgang von 15 Prozent für 2004 „realistisch“.

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