Auf besseres Marktumfeld wird gewartet
KfW will Post- und Telekom-Aktien derzeit nicht verkaufen

Derzeit plant die staatliche Förderbank KfW nach eigenen Angaben keinen Verkauf weiterer Aktien der Deutschen Telekom oder Deutschen Post.

HB FRANKFURT. „Aber wir denken natürlich jeden Tag darüber nach und könnten in einem attraktiven Marktumfeld rasch handeln“, sagte KfW-Chef Hans Reich am Mittwoch in Frankfurt. Eine konkrete Einschätzung zum momentanen Marktumfeld blieb er indes schuldig. Allerdings liegt der Deutsche Aktienindex derzeit rund sieben Prozent von seinem Jahreshoch entfernt. Die KfW hält 474 Mill. Post-Aktien (42,6 % der Anteile) und 703 Mill. Telekom-Scheine (16,7 %).

Zu einem möglichen Ankauf weiterer Post- und Telekom-Anteile vom Bund sagte Reich: „Diese Parkplatzgeschäfte dürfen zu keiner Einschränkung des KfW-Bankgeschäfts führen.“ Weitere Maßnahmen müssten daher mit Kapital, etwa mit nachrangigen Darlehen, vom Bund unterstützt werden. Die KfW gehört zu 80 % dem Bund. Die restlichen Anteile liegen bei den Ländern.

Im kommenden Jahr will die Bundesregierung der KfW das Sondervermögen aus dem Aufbauprogramm der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg übertragen. Das so genannte ERP-Sondervermögen beträgt insgesamt rund 12,6 Mrd. €. Die KfW soll davon rund zehn Mrd. erhalten, der Rest soll im Haushalt 2005 verbucht werden.

Die KfW hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, weil sie an der Platzierung von rund einem Drittel der deutschen Forderungen gegenüber Russland über eine öffentliche Anleihe bei institutionellen Investoren mitbeteiligt war. „Die Einschaltung der KfW hat die Bewertung der Struktur für die Investoren wesentlich vereinfacht und damit zu dem großen Erfolg der fünf Mrd. € schweren Transaktion beigetragen“, kommentierte Reich. Überlegungen zu weiteren Verkäufen von Forderungen gebe es aber nicht, sagte er. Damit äußerte sich Reich ähnlich wie zuletzt das Bundesfinanzministerium.

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