Aufruf zum Klimaschutz
Bürger sollen bis Ostern „Autofasten“

Die Luft in den Städten ist seit Jahrzehnten zu stark belastet. Schuld sind vor allem alte Diesel-Autos. Klimafreundliche Elektroautos gibt es immer noch wenige. Experten raten den Bürgern zu einem radikalen Experiment.
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BerlinAngesichts der hohen Luftverschmutzung appellieren das Umweltbundesamt und Klimaschützer an alle Autofahrer, während der Fastenzeit ihren Wagen bewusst stehen zu lassen. Freiwilliges „Autofasten“ von Aschermittwoch bis Ostern könne dazu motivieren, auch dauerhaft auf Bus, Bahn oder das Rad umzusteigen – der Umwelt zuliebe. Während der 40 Fastentage sollten die Bahn und regionale Verkehrsträger allen „Autofastern“ Sonderrabatte gewähren, um neue Kunden anzulocken, sagte Katrin Dziekan vom Umweltbundesamt der Deutschen Presse-Agentur.

Auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) unterstützt die Aktion. Es gehe nicht darum, das Autofahren gänzlich zu verbieten. „Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen“, erklärte sie.

Der Grünen-Verkehrsexperte im Bundestag, Stephan Kühn, erklärte, gegen die hohe Schadstoffbelastung in der Luft helfe vor allem, weniger Auto zu fahren. Und wer mit Bus und Bahn fahre, komme nach seiner Erfahrung entspannter zur Arbeit und brauche sich nicht durch den täglichen Stau zu quälen. Drei von vier Haushalten hierzulande haben mindestens ein Auto. Bundesweit gibt es rund 45 Millionen Fahrzeuge.

Ende Januar hatte das Umweltbundesamt mitgeteilt, dass auch 2016 die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet war. Schuld sind vor allem alte Diesel-Autos. Für Ozon und Feinstaub werden weiter die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte deutlich überschritten.

Angestoßen haben das „Autofasten“ vor 20 Jahren die Kirchen. „In der Fastenzeit sind wir Christen aufgefordert, unsere Lebensgewohnheiten zu überdenken und zu überprüfen“, sagte der Umweltbeauftragte des Bistums Mainz, Franz Hock.

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  • Experten sollten den Grünen zu einem radikalen Experiment raten:

    Dort, wo sie die Regierungsgewalt haben, in NRW, endlich den Braunkohlenabbau zu stoppen.

    Kohlekraftwerke sind bekanntlich die Umweltkiller Nr. 1 !

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