Aufsichtsratsvorsitz
Kampf um den Berliner Pannenflughafen

Um den Aufsichtsratsvorsitz beim Berliner Pannenflughafen BER ist ein Machtpoker entbrannt: Klaus Wowereit will erneut für den Posten kandidieren. Doch CDU und Linke wollen Justizsenator Thomas Heilmann an der Spitze.
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BerlinLinkspartei und CDU favorisieren Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) für den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden  der Berliner  Flughafengesellschaft. „Die Bilanz  von Klaus Wowereit kennen wir nur zu gut. Eine personelle Veränderung an der Aufsichtsratsspitze ist daher naheliegend“, sagte Klaus Lederer, Chef des Berliner Landesverbandes der Linken dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Thomas Heilmann müsse aber dann die Arbeit an der Spitze des Aufsichtsrats „grundsätzlich neu organisieren“, wenn er nicht scheitern wolle, sagte Lederer.

Auch die Linke in Brandenburg, soll Heilmann favorisieren. Unterstützung erhält der frühere Internetunternehmer auch aus der Brandenburger CDU. „Die Mischung aus Erfahrung in Politik und Wirtschaft macht ihn zu einem interessanten Kandidaten“, sagte Dierk Homeyer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU im Potsdamer Landtag. Wowereit habe bewiesen, dass er überfordert sei.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will sich nach einem „Spiegel“-Bericht den Spitzenplatz im Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft dauerhaft zurückerobern. Die Berliner Wirtschaft reagiert darauf zurückhaltend und wünscht sich einen Neuanfang. „Frischer Wind kann niemals schaden“, sagte Eric Schweitzer, Präsident der Berliner Industrie- und Handelskammer. Für die Berliner Wirtschaft sei wichtig, dass der Flughafen schnellstmöglich an den Start gehe, sagte Schweitzer, der auch an der Spitze des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) steht.

Der Autor ist Ressortleiter Wirtschaft und Politik.
Thomas Sigmund
Handelsblatt / Ressortleiter Politik und Leiter des Hauptstadtbüros
Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Aufsichtsratsvorsitz: Kampf um den Berliner Pannenflughafen"

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  • Der größte BER-Flughafenflop meldet sich zurück und will wieder in aller höchsten Ebenen agieren mit Null Ahnung.
    Aber der Rest der Welt ist schon mal unterrichtet worden das es wohl "etwas teurer" wird.
    Das läßt sich dann wohl am besten umsetzen mit jemanden der keine Ahnung von der Materie hat.

  • Wie Wowereit glaubt, nach dem von ihm zugelassenen und ignorierten Desaster noch Recht und Qualifikation für den AR-Vorsitz besitzen könne, entzieht sich jeder nicht-schwachsinnigen Denkungsart.

    Wowereit hat das Tebartz-van-Elst-Syndrom und sollte sich in den unverdienten Ruhestand begeben.

  • Hallo Robert,
    Sie sprechen mir aus der Seele. Herr Wowereit hat viel zu verlieren wenn bekannt wird, welche dilettantische Arbeit er als Aufsichtsratsvorsitzender des Skandal Flughafens, bisher abgeliefert hat. Dies zu verbergen oder verschleiern geht nur wenn er selber an der Spitze sitzt. Was der Mann in den letzten Jahren geld verbrannt hat geht auf keine Kuhhaut. Aber mit vielen Versprechungen gegenüber "sozial Schwachen" und davon gibt es in Berlin ganz besonders viele, kann man an der Macht bleiben. So viel geld wie Berlin seit Jahren aus dem Länderfinanzausgleich bekommt und immer noch nicht klar damit kommt - armes Deutschland.

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