Auftritt bei Elefantenrunde
Schröder zeigt Reue

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat seinen umstrittenen Fernseh-Auftritt bei in der der so genannten Elefantenrunde am Abend der Bundestagswahl bedauert. Sein Verhalten sei "suboptimal" gewesen. Die Kritik an den Medien will er jedoch weiterhin nicht zurücknehmen.

HB BERLIN. Der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte Schröder zu seinem Handeln: "War nicht gut, ich weiß." Dem Bericht zufolge rechtfertigte der Kanzler seinen Auftritt als ungeschickt, aber ehrlich. Er sei eine unverhohlene Reaktion auf darauf gewesen, dass er den Wahlkampf als Medienkampagne gegen sich und Rot-Grün erlebt habe.

Stoiber erklärte nach der Sondierung: "Wir haben nicht auf einer Entschuldigung bestanden, weil wir sofort zur Sache kommen wollten, aber sie wurde auch nicht angeboten." Merkel erklärte, es habe keine rückblickenden Äußerungen gegeben.

In der Diskussionsrunde von ARD und ZDF hatte Schröder die Moderatoren und seine Unions-Herausforderin Merkel massiv angegriffen. So hatte Schröder die Frage des ARD-Chefredakteurs Hartmann von der Tann, er wisse nicht, wie Schröder eine Regierung bilden wolle, als "Ihr intellektuelles Problem" gewertet.

Als ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender Schröder mit "Herr Bundeskanzler" ansprach, sagte dieser: "Ist ja schön, dass sie mich noch so ansprechen." Schröder beklagte Medienmacht und Medienmanipulation im Wahlkampf. Dagegen hatte sich Brender in der Sendung verwahrt.

Proteste gegen Schröders Vorwürfe kamen auch von Journalistenverbänden. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) erklärte, es sei vollkommen unverständlich, wie Schröder Journalisten in Deutschland dem Generalverdacht der Parteilichkeit aussetzen haben können.

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