Auftritt beim Handwerkstag
Merkel zimmert Bande mit den Handwerkern

Praktisches Geschenk: Für kleine Reparaturarbeiten zu Hause hat Angela Merkel jetzt einen Werkzeugkasten. Die Kanzlerin bekam Hammer, Zange und Hobel am Freitag vom Deutschen Handwerkstag in Düsseldorf.

HB DÜSSELDORF. Für den Fall, dass es in der großen Koalition einmal klemmen oder die Spannung zu hoch sein sollte, bot Handwerkspräsident Otto Kentzler die Hilfe seiner Fachleute an. Merkel nahm das Angebot augenzwinkernd an - und will im Fall des Falles ihren Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) zu notwendigen Reparaturarbeiten gleich mitbringen, „damit die Operation auch dann was hilft“.

Ihr erster Auftritt als Kanzlerin vor einem Wirtschaftsverband war für Merkel ein Heimspiel. Am Ende ihrer gut 45-minütigen Rede erhoben sich die rund 250 Handwerksfunktionäre und applaudierten lange im Stehen. Schon zu Beginn hatte die Kanzlerin die Handwerker auf ihre Seite geholt, als sie aus Richard Wagners „Meistersinger“ zitierte: „Verachtet mir die Meister nicht.“ Endgültig schlossen sie Merkel in ihr Herz, als die Regierungschefin den Familienbetrieb im Handwerk zu einem Kulturgut adelte.

Merkels Zusage, die kleineren Betriebe von Bürokratie zu befreien, kam ebenso gut an, wie das Versprechen, bei EU-Vorschriften nicht draufzusatteln. Einig waren sich Kanzlerin und Handwerksfunktionäre auch in ihrer Kritik an mangelnder Qualität der Schulen. Dort gehöre Leistung „nicht in die Ecke, sondern in den Mittelpunkt“, sprach die Kanzlerin den über die mangelnde Schulbildung vieler Lehrlinge klagenden Handwerkern aus dem Herzen.

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