Aus der zweiten Reihe
SPD glänzt mit Frauenpower

Seit mehr als 20 Jahren will die SPD mehr Frauen in Spitzenpositionen bringen. 1988 sorgte die Partei mit dem Beschluss für Aufsehen, eine Frauenquote von 40 Prozent einzuführen. Dieselbe Quote sollen nach dem Willen der Sozialdemokraten auch die Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen erreichen, und zwar schnell.
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BERLIN. In dieser Woche jedoch muss es den Jungs an den Schlüsselstellen gedämmert haben: Wie sieht’s denn eigentlich in unserer eigenen Bundestagsfraktion aus? Das Erwachen muss böse gewesen sein. Der Fraktionschef: ein Mann. Die Parlamentarischen Geschäftsführer: Männer. Die Fraktionsvizechefs: zwei Drittel Männer. Die Konsequenz ist nun hart für jene männlichen Abgeordneten, die auf noch offene Posten hofften. Als jetzt die Ausschussvorsitzenden-Sessel zur Verteilung anstanden, gingen sie zu 100 Prozent an Frauen.

Den Haushaltsausschuss wird Petra Merkel leiten, Cornelia Reimann den für Gesundheit, Ulla Burkhardt den für Bildung und Forschung sowie Dagmar Freitag den Sportausschuss. Den Verteidigungsausschuss soll Susanne Kastner bekommen. In der ersten Runde, als es um die Bundestagsvizepräsidenten ging, war sie Wolfgang Thierse unterlegen. Zwar verteidigt Hans-Peter Bartels noch seinen Anspruch auf den Verteidigungsausschuss – aber, wie es heißt, auf verlorenem Posten.

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