„Aus deutscher Sicht eine nützliche Besetzung“
Steinmeier verteidigt Schröders Pipeline-Mandat

Unmittelbar vor seiner Reise nach Norwegen hat Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) den Bau der Gas-Ostseepipeline verteidigt. "Die Debatte hat viel von der früheren Aufgeregtheit verloren", sagte er im Interview mit dem Handelsblatt.

BERLIN. Dies sei sein Eindruck aus den ersten Gesprächen in der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe und mit den baltischen Partnern. Auf die Frage, ob die Pipeline auch geplant worden wäre, wenn es den von ihm geforderten Dialog von Verbraucher-, Transit- und Erzeugerländern schon gegeben hätte, sagte Steinmeier: "Ganz ohne Zweifel".

Er verteidigte auch die Benennung von Altbundeskanzler Gerhard Schröder zum Aufsichtsratschef der Betreibergesellschaft NPEG. "Wäre es besser, wenn der Vertreter eines anderen Landes den Vorsitz hätte? Aus deutscher Sicht ist dies eine nützliche Besetzung", sagte Steinmeier. Der frühere Bundeskanzler habe dieses Projekt immer unter der Voraussetzung vorangetrieben, dass es nicht nur um deutsche, sondern um europäische Versorgungsinteressen geht. "Tatsächlich haben doch viele westliche Nachbarn bereits Interesse angemeldet, angeschlossen zu werden. Dies rechtfertigt den Plan aus heutiger Sicht erst recht", sagte Steinmeier.

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