Ausbau der Erneuerbaren Energieintensive Unternehmen warnen GroKo vor Zusatzkosten

Die energieintensiven Industrien warnen die Parteichefs von CDU, CSU und SPD vor zusätzliche Kosten beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie befürchten eine Verteuerung ihrer Produktion.
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Energieintensive Unternehmen appellieren an die Parteien, auf einen weiteren Ausbau alternativer Energien zu verzichten. Quelle: dpa
Windräder in Mecklenburg-Vorpommern

Energieintensive Unternehmen appellieren an die Parteien, auf einen weiteren Ausbau alternativer Energien zu verzichten.

(Foto: dpa)

BerlinDie energieintensiven Industrien appellieren an die Spitzen von CDU, CSU und SPD, einen Anstieg der Kosten im Energiebereich zu vermeiden. In einem dem Handelsblatt vorliegenden Brief der Arbeitsgemeinschaft „Die energieintensiven Industrien in Deutschland“ (EID) an die Parteichefs Angela Merkel, Horst Seehofer und Martin Schulz heißt es, künftige Kosten durch den Ausbau der erneuerbaren Energien müssten „wirksam begrenzt werden“. Dazu sei eine Anpassung der Fördersystematik ebenso erforderlich wie die Anpassung des Ausbaus der Erneuerbaren an den Ausbau der Stromnetze.

Die energieintensiven Industrien nehmen insbesondere Anstoß an einem Passus aus dem Sondierungspapier von CDU, CSU und SPD, in dem Sonderausschreibungen für Wind- und Sonnenstrom festgelegt sind. Demnach sollen vier Gigawatt (GW) Windenergie an Land und vier GW Photovoltaik über das beschlossene Ausschreibungsvolumen hinaus zusätzlich gebaut werden.

Zur Einordnung: Im Jahr 2017 betrug der Netto-Zubau der Windkraft an Land 4,8 GW und erreichte damit einen Rekordwert. Außerdem planen CDU, CSU und SPD laut Sondierungspapier einen „Offshore-Windenergiebeitrag“, dessen Umfang allerdings nicht näher beziffert ist. Der zusätzliche Ausbau soll je zur Hälfte 2019 und 2020 erfolgen.

Die energieintensiven Industrien beziffern die zusätzlichen Kosten, die sich aus diesen Plänen ergeben, auf 760 Millionen Euro. Dabei unterscheiden sie nach reinen Förderkosten (680 Millionen Euro) und den Kosten für die Steuerung der Stromnetze. Diese Kosten beziffern sie auf 80 Millionen Euro. Die Annahmen für die Förderkosten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) je Kilowattstunde Strom sind dabei konservativ: Auf der Basis der Erfahrungen aus den letzten Ausschreibungsrunden gehen Vertreter der energieintensiven Unternehmen davon aus, dass der Förderzuschlag bei der Windkraft an Land bei vier Cent je Kilowattstunde erfolgt, bei der Photovoltaik rechnen sie mit 4,9 Cent.

Bei den Förderzuschlägen für Offshore-Windkraft liegt der Wert bei zwei Cent. Die energieintensiven Branchen unterstellen dabei, dass ein GW Offshore-Windkraft zusätzlich installiert wird. Das Thema steht am heutigen Mittwoch bei den Koalitionsverhandlungen auf der Tagesordnung.

Die Warnung der Energieintensiven betrifft auch die Sonderregelungen für die Industrie: Bestehende Kostenentlastungen müssten „erhalten und ausgebaut werden, solange keine global vergleichbaren Voraussetzungen bei Energie- und Klimaschutz gelten“, heißt es in dem Schreiben an die Parteichefs.

Kritisch bewerten die energieintensiven Branchen auch die Absicht von CDU, CSU und SPD, ein Klimaschutzgesetz zu beschließen. Starre Klimaschutzziele würden die unternehmerische Flexibilität beeinträchtigen. „Die deutsche Klimapolitik muss sich an der europäischen und internationalen Entwicklung ausrichten“, heißt es in dem Brief an die drei Parteichefs.

Der Arbeitsgemeinschaft „Die energieintensiven Industrien in Deutschland“ (EID) gehören die Branchen Baustoffe, Glas, Chemie, Papier, Metalle und Stahl an. Die Unternehmen dieser Branchen beschäftigen über 800.000 Mitarbeiter und liefern Grundstoffe für die industrielle Produktion in Deutschland. Viele ihrer Produkte werden auch für den Ausbau der erneuerbaren Energien oder die Verbesserung der Energieeffizienz in vielen Lebensbereichen benötigt.

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4 Kommentare zu "Ausbau der Erneuerbaren: Energieintensive Unternehmen warnen GroKo vor Zusatzkosten"

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  • Herr Riesener,
    man muss schon zeigen, das mit einer Ökoreligion ein Land zerstört werden kann. Deutschland ist da nun einmal die beste Wahl...
    Wer da wohl dahinter stecken mag? ... Nachtigal ick hör dir Trumpen...

  • Vermutlich hat Hitlers völlig kranker Geist auf das deutsche Volk wie auf ein Rennpferd gesetzt. Er glaubte an dessen Stärke, aber als es doch nicht die ganze Welt erobern konnte, hat er es fürs Versagen bestraft (z.B. indem er nie kapituliert hat und so die Zerstörung Deutschlands zuließ).

    Der Geist der Grünen hofft auch auf eine völlig neue Welt und ist dafür bereit, gigantische Geldmengen auszugeben und die Umwelt zu schädigen (tausende Beton- und Stahlkolosse mitten in der Landschaft, riesige Monokulturen für Biogas und Biosprit usw.) Und falls die sogenannte Energiewende nicht klappt, dann werden die Grünen hasserfüllt (!) sagen, dass Deutschland es auch nicht besser verdient hat - mit all seinen korrupten Managern mit ihren Menschen- und Affenexperimenten, mit seinen unbelehrbaren AfD-Wählern und SUV-Fahrern usw usw. Die Grünen lieben ihre Ideen aber nicht ihr Land und nehmen eine mögliche Zerstörung billigend in Kauf, beginnend mit der deutschen Wirtschaft und unserer Kultur.



  • Herr Holger Narrog@ und wenn die nutzlosen Dinger stehen, könnte man sie mit Strom zum Drehen bringen, damit auch jeder glaubt, daß die Öko-Religion nicht irrt.

  • Interessant ist dass sich die Unternehmen getraut haben diese vorsichtige Kritik an der Ökoreligion offen zu äussern. Ich vermute, dass viele der Unternehmen existentiell bedroht sind.

    Viele energieintensive Unternehmen mussten seit den 1980er Jahren (Waldsterben, BIMSCH) den Standort Deutschland verlassen/schliessen. Mit dem extrem teurem Strom geraten immer mehr Industriebranchen in Existenznöte.

    Was spräche denn dagegen analog der symbolischen Waschungen im Islam, des mehr symbolischen Abendmahls in der christlichen Kirche die Ökoreligion mehr symbolisch zu betreiben. Man könnte ein paar umweltschädliche Windmühlen neben der Autobahn zur religiösen Erbauung betreiben und dazu eine moderne Stromerzeugung mit Kernenergie, Braunkohle, Steinkohle und Erdgas wiederherstellen?

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