Ausbau des Frankfurter Flughafens
Flughafenausbau: „Ein toller Tag für Hessens Wirtschaft“

Der Weg für den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens ist frei. Kurz vor der Landtagswahl in Hessen am Sonntag wies der Verwaltungsgerichtshof des Landes sämtliche noch offene Eilanträge gegen den sofortigen Baubeginn für eine neue Landebahn im Nordwesten des Flughafens zurück. Doch es gibt einen Wehrmutstropfen für die betroffenen Luftfahrtunternehmen.

BERLIN/FRANKFURT. Eine Unsicherheit bleibt für die Luftfahrtunternehmen: Die Regeln für den Nachtflug sind weiter offen. Die Kasseler Verwaltungsrichter hatten nach einer zehn Jahre dauernden Debatte grünes Licht gegeben, dass der Flughafenbetreiber Fraport umgehend mit dem Bau einer neuen Landebahn, eines dritten Terminals und der Erweiterung des Fracht- undWartungszentrums beginnen kann. Das Gericht lehnte gestern zwar erst alle noch offenen Eilanträge ab, doch in der Praxis fällt das Urteil im Hauptsacheverfahren nicht anders aus.

Die hessische Wirtschaft reagierte zufrieden: „Das ist ein toller Tag für die gesamte hessische Wirtschaft und für alle Arbeitnehmer der Region“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der hessischen Unternehmerverbände: „Damit kann das größte und noch dazu privatwirtschaftlich finanzierte Konjunkturprogramm in Hessen seine Wirkung rechtzeitig zur Abfederung des Abschwungs und zur Schaffung von 100 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen entfalten“. Ein Fraport-Sprecher kündigte an, spätestens Anfang Februar mit den Rodungen des Geländes beginnen zu wollen.

Fraport-Chef Wilhelm Bender hatte in den zurückliegenden Wochen immer wieder die Bedeutung des Ausbaus betont – trotz der aktuellen Krise. Er sieht sich vor allem einer wachsenden Konkurrenz aus der Golfregion gegenüber. Dort werden enorme Kapazitäten aufgebaut, so etwa in Dubai. Auch das größte europäischen Drehkreuz London Heathrow rüstet auf.

Allerdings haben die Verwaltungsrichter auch massive Bedenken zur Zahl der erlaubten Nachtflüge in Frankfurt angemeldet. Das Gericht vertritt die Auffassung, die Planung mit im Schnitt 150 Flugbewegungen, von denen 17 auf eine Kernzeit zwischen 23. und 5 Uhr entfielen, trage „dem gesetzlich gebotenen Schutz der Nachtruhe“ nicht ausreichend Rechnung und kündigte eine Entscheidung zu diesem Punkt für einen späteren Termin an.

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