Ausbildungsumlage gefordert
DGB: Noch 150 000 ohne Lehrstelle

Zum Beginn des Ausbildungsjahres sind nach Darstellung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) noch etwa 150 000 Jugendliche ohne Lehrstelle. „Erwartungsgemäß hat sich gezeigt, dass die vollmundigen Ankündigungen von Arbeitgebern und Bundesregierung, die Lehrstellenmisere lasse sich durch freiwilliges Engagement der Wirtschaft in den Griff kriegen, sich nicht bewahrheitet haben“, sagte das DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock am Montag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Die Gewerkschaften hätten „seit Jahresbeginn immer wieder darauf hingewiesen, dass es ohne gesetzliche Maßnahmen nicht geht“. Dies habe offenbar auch SPD-Fraktionschef Franz Müntefering eingesehen, der am Wochenende den Ton gegenüber der Wirtschaft verschärft und gesetzliche Zwangsmaßnahmen angedroht hatte.

Sehrbrock sagte: „Für die Jugendlichen, die in diesem Jahr vergeblich einen Ausbildungsplatz suchen, kommt eine Ausbildungsumlage jedenfalls zu spät.“ Als ergänzende Schritte zu einer Ausbildungsumlage plädiert der DGB für mehr Ausbildungsverbünde sowie den Ausbau von individuellen Förderangeboten für Jugendliche mit schlechten Startchancen. In Tarifverträgen sei auch „eine verbindliche Steigerung der Ausbildungsplätze“ festzulegen.

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