Ausfuhren
Krise kostet Exporteure 180 Milliarden Euro

Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zeigt die Folgen der Wirtschaftskrise für die deutsche Wirtschaft ganz konkret. Demnach kostet die Krise kostet die deutschen Exporteure in diesem Jahr rund 180 Mrd. Euro Umsatz.

HB BERLIN. Die Unternehmen werden Waren im Wert von rund 815 Mrd. Euro ins Ausland verkaufen - 17 Prozent weniger als 2008, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Damals hatte der Exportumsatz mit 995 Mrd. Euro noch einen Rekordwert erreicht.

Deutschland droht seine Stellung als führende Exportnation zu verlieren. "China könnte Deutschland den Titel des Exportweltmeisters abjagen, da seine Exporte "nur' um 15 Prozent schrumpfen", hieß es.

Den immensen Einnahmeverlust auf den Auslandsmärkten werden die deutschen Unternehmen 2010 nur teilweise wettmachen, sagt der DIHK voraus. Erwartet werde ein Wachstum von vier Prozent auf knapp 850 Mrd. Euro. Die Prognosen beruhen auf einer Umfrage unter den Experten von 80 deutschen Außenhandelskammern in 80 Ländern.

Auch die Schweinegrippe kann dem DIHK zufolge zum Problem für die deutschen Exporteure werden. "Wenn Hygienestandards nicht eingehalten werden, ist mit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie und damit auch spürbaren Konsequenzen für die Weltwirtschaft zu rechnen", teilte der DIHK mit. "Auch die Entwicklung eines Impfstoffes wird daran wohl wenig ändern, da dessen Verbreitung bis in die letzten Winkel der Welt zu lange dauern könnte." Stärkere Einflüsse seien zu befürchten, wenn das Virus mutieren sollte.

Bislang zeige sich der Außenhandel aber "weitgehend unbeeindruckt" von der Schweinegrippe. "Auch insgesamt sind die wirtschaftlichen Auswirkungen noch gering und beschränken sich größtenteils auf den Tourismussektor", hieß es.

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