Ausgaben für Pensionen werden sich mehr als verdoppeln
Rürup für Kürzung von Beamtenpensionen

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen hat eine deutliche Senkung der Beamtenpensionen vorgeschlagen. Die Höhe der Bezüge sollten sich am jeweiligen Rentenniveau orientieren.

HB BERLIN. Angesichts steigender Versorgungsausgaben von Bund, Ländern und Kommunen hat der Wirtschaftsweise Bert Rürup eine Kürzung der Beamtenpensionen gefordert. Rürup sprach sich in der «Bild am Sonntag» dafür aus, sich an der Kaufkraft der Renten zu orientieren.

Diese werde durch die verschiedenen beschlossenen Reformen in den kommenden 25 Jahren um etwa ein Sechstel sinken. Also sollten auch die Beamtenpensionen entsprechend gekürzt werden, so Rürup.

Wie die Zeitung unter Berufung auf einen bisher unveröffentlichten Bericht des Bundes- Innenministeriums schreibt, wird die Zahl der Pensionäre in den nächsten 35 Jahren von jetzt 895.000 auf 1,6 Millionen ansteigen. Das wäre ein Plus von 80 Prozent.

Gleichzeitig schnellten die Ausgaben für die Beamtenversorgung in die Höhe: Stiegen die Pensionen im Schnitt nur um 1,5 Prozent pro Jahr, drohe bis 2050 ein Anstieg der Versorgungsausgaben von 34,6 auf 81,6 Milliarden Euro.

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