Ausnahmen von „Rente mit 67“
Arbeitgeber fürchten neue Frühverrentung

Die bevorstehende Rentenreform der Koalition droht nach Ansicht der Arbeitgeber die Belastungen von der älteren auf die jüngere Generation zu verschieben.

BERLIN. „Auf keinen Fall“ dürfe es die geplanten großzügigen Ausnahmeregelungen von der Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre geben, sagte Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der deutschen Arbeitgeberverbände, dem Handelsblatt. Er warnte auch vor der sich abzeichnenden Aufweichung des Nachholfaktors: „Damit verschöbe man die Rentendämpfungen auf den Sankt-Nimmerleinstag.“

Eine neunköpfige Koalitionsarbeitsgruppe unter Leitung von Sozial-Staatssekretär Franz Thönnes (SPD) will am Montag wesentliche Eckpunkte für die Umsetzung der „Rente mit 67“ vereinbaren. Ende November soll das Paragraphenwerk ins Kabinett. Noch vor Weihnachten ist die erste Lesung im Bundestag geplant. Von 2012 bis 2029 soll das gesetzliche Rentenalter dann stufenweise von 65 auf 67 Jahre steigen.

Wie vom Handelsblatt berichtet, sind sich Union und SPD einig, dass durch die Anrechnung von zehn Erziehungsjahren je Kind auch Frauen verstärkt in den Genuss einer umstrittenen Ausnahmeregelung kommen sollen, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde. Demnach wird die Altersgrenze für alle Versicherten mit 45 Beitragsjahren bei 65 Jahren festgeschrieben. Umstritten ist in der Koalition noch, ob Versicherte mit 35 Beitragsjahren künftig bei Hinnahme entsprechender Abschläge frühestens mit 62 oder mit 64 Jahren in den Ruhestand wechseln können. Offen ist auch, ob die SPD ihre Forderung durchsetzt, die Altersgrenzen für Erwerbsgeminderte mit der Reform überhaupt nicht anzuheben.

Seite 1:

Arbeitgeber fürchten neue Frühverrentung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%