Ausnahmeregelung für langjährig Versicherte halbiert den Spareffekt
Die unter 58-Jährigen müssen nachsitzen

Die künftige schwarz-rote Koalition will die gesetzlichen Grundlagen für die Anhebung der Altersgrenzen legen. Der Ruhestand soll zunächst pro Geburtsjahrgang um einen Monat aufgeschoben werden. Wer heute 57 Jahre alt ist, geht mit 65 Jahren und zwei Monaten in Rente. 56-Jährige bekommen drei Extra-Monate „aufgebrummt“.

BERLIN. Am Morgen danach herrschte Verwirrung. Ab 2010 solle das gesetzliche Rentenalter schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben werden, hatte CDU-Generalsekretär Volker Kauder nach der Koalitionsrunde am Montag erklärt. „Das überrascht uns“, gestanden die Experten von Union und SPD. In der Arbeitsgruppe hatte man sich nämlich auf den Starttermin 2012 verständigt. Schon spekulierten Auguren über eine „Verschärfung“ des Vorhabens. Doch am Nachmittag kam Entwarnung: Kauder habe sich bei der Jahreszahl geirrt, hieß es.

Es bleibt also endgültig bei den in der vergangenen Woche angekündigten Renten-Plänen: Als Antwort auf die alternde Gesellschaft will die künftige schwarz-rote Koalition 2007 die gesetzlichen Grundlagen für die Anhebung der Altersgrenzen ab 2012 legen. Der Ruhestand soll zunächst pro Geburtsjahrgang um einen Monat aufgeschoben werden. Die heute 58-Jährigen sind also als erste betroffen. Sie müssen nach dem 65. Geburtstag noch einen Monat „nachsitzen“. Wer heute 57 Jahre alt ist, soll mit 65 Jahren und zwei Monaten in Rente gehen. 56-Jährige bekommen drei Extra-Monate „aufgebrummt“. Und so weiter.

Nicht endgültig entschieden ist freilich, ob der Anstieg auf 67 Jahre nach einiger Zeit nicht beschleunigt wird. Die Koalitionäre in spe haben vereinbart, dass der Prozess „spätestens“ 2035 abgeschlossen sein soll. Es könnte also auch schneller gehen. Als denkbar gilt, dass die Altersgrenze für die Geburtsjahrgänge 1946 bis 1957 jeweils um einen Monat steigt, für die Jüngeren dann aber in Zwei-Monats-Schritten angehoben wird. Dann wäre der Prozess bereits 2029 beendet.

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