Ausrüstungsmängel
Sorge um Einsatzfähigkeit der Bundeswehr

Defekte Hubschrauber, die aus dem Verkehr gezogen werden, Transportflugzeuge, die wegen Technikproblemen am Boden bleiben müssen: Bei der Bundeswehr häufen sich Ausrüstungsprobleme. Politik und Experten sind alarmiert.
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BerlinDer Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Hans-Peter Bartels (SPD), hat sich besorgt über die technischen  Probleme bei deutschen Marine-Hubschrauber gezeigt. „Dass die Hubschrauber nicht einsatzfähig sind, wirft große Probleme auf. Darunter leidet der Einsatz der Truppe  genauso wie die Ausbildung“, sagte Bartels dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Wenn keine Hubschrauber zur Verfügung stehen, dann können auch keine Soldaten daran ausgebildet werden – und das monatelang.“

Bartels rät daher, das Augenmerk nicht immer nur auf die Beschaffung neuer Ausrüstung zu legen, wenn es gleichzeitig große Probleme mit bereits eingeführten Systemen gebe. „Die Mängel, die nach und nach zu Tage treten sind symptomatisch für alte Ausrüstung. Deshalb sollten wir überlegen, wie die Materialerhaltung sichergestellt werden kann“, sagte der SPD-Politiker. Laut Bartels will das Verteidigungsministerium zur Materiallage für die Hauptwaffensysteme dem zuständigen Ausschuss am Mittwoch einen Bericht vorlegen.

Bartels betonte überdies, dass die Bundeswehr trotz der derzeitigen Ausrüstungsprobleme in der Lage sei, sich an internationalen Einsätzen zu beteiligen. „Im Übrigen sollten wir nicht übersehen, dass auch unsere Bündnispartner mit Ausrüstungsmängeln zu kämpfen haben“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

Bundeswehr-Ausbilder für den Irak sitzen in Bulgarien fest

Düsterer fällt die Analyse der Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger aus. „Die Probleme beim Gerät der Bundeswehr sind immens und erstrecken sich jenseits der zahlreichen Beschaffungsskandale auch auf die Instandhaltung und den Betrieb“, sagte Brugger. Sie forderte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf, zeitnah Lösungsvorschläge in Angriff zu nehmen, „statt immer nur mit neuen Ankündigungen Wirbel zu erzeugen“. Es müsse endlich Schluss sein „mit einer Kultur, bei der Probleme dauernd vertuscht und verschleppt werden“, sagte die Grünen-Politikerin.

Hintergrund sind nicht nur immer wieder auftretende Probleme mit Transall-Maschinen. Zuletzt verzögerte sich der Abflug von Waffenausbildern der Bundeswehr in den Nordirak wegen eines Defektes an zwei Transportflugzeugen. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Bundeswehr-Marine 15 beschädigte Bordhubschrauber des Typs „Sea Lynx“ vorübergehend aus dem Verkehr gezogen. Sechs weitere dieser Helikopter würden derzeit planmäßig gewartet, so dass nur noch einer einsatzfähig sei, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Damit ist die halbe Hubschrauberflotte der Marine vorübergehend lahmgelegt.

Die ersten sechs Bundeswehr-Fallschirmjäger, die vergangene Woche zum Ausbildungseinsatz nach Erbil abgeflogen sind, stecken laut einem einen Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstag) derzeit in Bulgarien fest. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam bestätigte den Bericht. Dem Blatt zufolge erkennen die irakischen Behörden die Kennung des Flugzeugs nicht an, in das die Soldaten noch in Deutschland nach der Panne wechseln mussten.

Wann die Ausbilder weiter fliegen können, ist laut Einsatzführungskommando unklar. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Bundeswehr hoffe „stündlich“ darauf, dass die Einflugerlaubnis erteilt werde. Die sechs Fallschirmjäger sollen Peschmerga-Kämpfer im Umgang mit deutschen Waffen schulen.

Beim Anti-Piraterie-Einsatz am Horn von Afrika könne der Ausfall durch Bündnispartner und den Einsatz eines Bundeswehr-Aufklärungsflugzeuges vom Typ „Orion“ ausgeglichen werden, hieß es.

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Streit um Auslieferung des Transportfliegers A400M

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  • Also ich kann die Kritik in den Kommentaren nicht nachvollziehen. Jahrzehntelang hielten wir uns bewusst aus Konflikten heraus, betrieben einen Sparkurs (u.a. Halbierung der Truppenstärke) und haben die Wehrpflicht ausgesetzt, weil wir diesen Kram als überflüssig betrachteten. Da kann es nicht verwundern, dass man für einen Großeinsatz nicht bereit ist. Und jeder der schon mal mit der BW zu tun hatte, dem ist das auch bewusst.
    Dass es jetzt nicht lange dauern wird bis die ersten mehr Geld fordern ist klar, jedoch sind die Bedingungen momentan nicht günstig dafür. Unser Kassenwart wird Gift und Galle speicheln um seine eigenen Ziele zu halten. Daher ist eine umfassende Reform sinnvoller.

  • Sorge um Einsatzfähigkeit der Bundeswehr!

    Ich denke wir brauchen uns keine Sorge um diese Bundeswehr zu machen.

    Ihre oberste Dienstherrin, Frau von der Leyen, hat schon damit angefangen, die Bundeswehr zu Reformiren.

    Mit Stechuhren, mit Krippenplätzen, sie wird jetzt den Schrott der Bundeswehr (der mit viel zu viel Steuergeldern) angeschafft wurde, durch neues US-Kriegsspielzeug ersetzen, mit ihren guten Verbindungen dort hin, dies wird viele Milliarden von € Steuergelder verschlingen, und keinen Arbeitsplatz in der BRD sichern.
    Aber dann ist die Bundeswehr wieder voll Kriegs tauglich, und kann auf der ganzen Welt für die USA eingesetzt werden.

    Alle Parteien haben Schuld, an der Misere der Bundeswehr, es wurde alles kaputt gemacht so wie überall in unserem Land.

    Es gibt in den Parteien nur noch Dilettanten und Lobbyisten, die nur noch ihren forteile im Auge haben, aber keine Volksvertreter für unser Volk.

  • Wo sind die Milliarden Euro geblieben, die Jahr für Jahr in diese desolate Wehr gepumpt werden ? Quotenfrau v.d.L., die eh keine Ahnung hat, muß sofort zurücktreten, hier wurde das Volk massiv hinters Licht geführt !

    Das Einzige was funktioniert ist wohl das Musikcorps.

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