Ausrutscher
Finanzministerium: Ouagadougou nicht auf Einladungsliste

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück musste heute in Sachen Ouagadougou zurückrudern. Er hatte gestern im Streit um den richtigen Umgang mit Steueroasen die Hauptstadt des afrikanischen Landes Burkina Faso auf eine Stufe mit Luxemburg und den Alpenländern gestellt.

HB BERLIN. Nicolette Kressl, Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, musste jetzt offiziell die Aussage ihres Chefs Peer Steinbrück über den afrikanischen Staat Burkina Faso richtigstellen: "Ouagadougou steht nicht auf der Einladungsliste beim geplanten Treffen über Steuerparadiese in Berlin", sagte Kressl nach Informationen des Handelsblatts vor den Mitgliedern des Finanzausschusses des Bundestags. Zur Überraschung der Ausschussmitglieder teilte Kressl zudem mit, dass Liechtenstein ebenfalls nicht eingeladen würde. Schweiz, Österreich und Luxemburg sollen dagegen zu dem Treffen erscheinen.

Steinbrück hatte zuvor seine Haltung im Kampf gegen Steuerhinterziehung und-betrug verteidigt. Mit Blick auf ein geplantes Treffen über Steuerparadiese sagte der Bundesfinanzminister: "Selbstverständlich werde ich sie zur Nachfolgekonferenz im Juni in Berlin einladen: Luxemburg, Liechtenstein, Schweiz, Österreich, Ouagadougou (Hauptstadt des afrikanischen Staates Burkina Faso).

FDP-Finanzexperte Frank Schäffler kritisierte Steinbrück: "Der Bundesfinanzminister verhält sich international wie ein Elefant im Pozellanladen und schadet damit dem Ansehen Deutschlands."

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