Ausschreitungen in Leipzig
Neonazi-Kundgebungen in drei Städten

Die Behörden schätzten die Zahl der Gegendemonstranten in Leipzig auf 1 000 bis 2 500, von denen einige Leuchtraketen zündeten. Auch in anderen Städten demonstrierten am 1. Mai Neonazis. In Berlin gab es bis zum Sonntagnachmittag nur vereinzelt Krawalle bei den Mai-Feiern.

HB BERLIN. Die Polizei räumte den Platz am Leipziger Hauptbahnhof, dabei kam es zu Festnahmen. Später löste sie eine Sitzblockade der linken Szene mit Wasserwerfern auf. Auch in anderen Städten demonstrierten am 1. Mai Neonazis. In Berlin gab es bis zum Sonntagnachmittag nur vereinzelt Krawalle bei den Mai-Feiern.

Rund 2 500 Polizisten waren in Leipzig im Einsatz. Wegen einer Vielzahl von Auflagen und strenger Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt hatte sich der Abmarsch der Neonazis verzögert. Kurz vor Beginn der für 12.00 Uhr geplanten Kundgebung gab es am Bahnhof erste Rangeleien zwischen den Gruppierungen. Zuvor hatten rund 1 500 Menschen friedlich gegen den Aufmarsch der Rechten protestiert, der durch ein linksalternatives Stadtviertel führen sollte.

Bereits am Samstagabend war es zu Zwischenfällen gekommen. Elf Linke wurden laut Polizei vorläufig festgenommen. Ein Beamter erlitt durch einen Steinwurf eine Platzwunde am Kopf. Rund 20 000 Menschen protestierten bei einem Konzert am Völkerschlachtdenkmal friedlich gegen rechte Gewalt.

In Berlin verliefen die Feiern am Vorabend des 1. Mai deutlich friedlicher als in den Vorjahren. Bei vereinzelten Krawallen nahm die Polizei in der Nacht zum Sonntag 65 mutmaßliche Randalierer fest. Weitere 46 Störer erhielten Platzverweise. Drei Polizisten wurden leicht verletzt. Die Polizei war mit rund 1 000 Beamten im Einsatz.

Tausende Menschen feierten am Sonntag in bei schönstem Wetter das „Myfest“ - ein vom Bezirksamt organisiertes Volksfest. Die befürchteten Krawalle in der Hauptstadt blieben nach Polizeiangaben bis zum Nachmittag aus. An zwei Demonstrationen der linken Szene am Nachmittag im Szene-Stadtteil Kreuzberg beteiligten sich mehr als 2 000 Menschen.

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