"Außerordentlich ernste Lage der öffentlichen Haushalte"
Bundesregierung spart sich das Weihnachtsgeld

Mit ihrem ersten Haushaltsentwurf für 2006 kürzt sich die neue Bundesregierung auch selbst die Bezüge. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), ihre Minister sowie alle Parlamentarischen Staatssekretäre werden die jährlichen Sonderzahlungen, also das Weihnachtsgeld, ganz abgeschafft.

HB BERLIN. Den Beamten und Pensionären des Bundes ergeht es ein wenig besser: Ihnen wird die Sonderzahlung in den Jahren 2006 bis 2010 lediglich halbiert. Aktive erhalten dann 30 Prozent eines Monatsbezugs, Versorgungsempfänger 25 Prozent. Zudem müssen die Bundesbeamten ab dem 1. März eine Stunde länger arbeiten, also künftig 41 Wochenstunden absolvieren.

Von dieser Konsolidierungsmaßnahme sind insgesamt rund 1,1 Millionen Personen betroffen, davon rund 710.000 Versorgungsempfänger. Dadurch wird der Bundeshaushalt in den Jahren 2006 bis 2010 jährlich um rund 511 Millionen Euro entlastet, wie das Innenministerium mitteilte.

Innenminister Wolfgang Schäuble erklärte: „Angesichts der außerordentlich ernsten Lage der öffentlichen Haushalte ist eine Begrenzung der Ausgaben und damit auch der Personalausgaben unerlässlich, um die Verschuldensspirale zu durchbrechen und wieder zu soliden Staatsfinanzen zu kommen.“ Es gehe nicht um ein Sonderopfer des öffentlichen Dienstes. „Auch in der Wirtschaft müssen viele Mitarbeiter Einschränkungen hinnehmen, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren“, erklärte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%