Ausstieg aus der Kernenergie
Die Welt kehrt der Atomkraft den Rücken

Nicht nur in Deutschland, weltweit verabschieden sich immer mehr Regierungen von der Kernenergie. Die Energiewende birgt riesiges Potenzial: Hersteller von Sonnen- und Windanlagen wittern ein Milliardengeschäft.
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DüsseldorfDer Japan-Gau hat die Koordinaten der deutschen Energiepolitik nicht nur durcheinander gerüttelt, sondern nachhaltig verschoben: Zwei Drittel der Deutschen lehnen nach der Atomkatastrophe in Fukushima und 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl die Atomenergie ab, sagt die jüngste Forsa-Umfrage. Eine von der Kanzlerin bestellte Ethik-Kommission soll einen Weg finden, wie Deutschland schnellstmöglich ohne Atomstrom leben, dabei aber ein Industrieland mit sicherer Energieversorgung bleiben kann.

Bislang sah es so aus, als stünde Deutschland mit dem urplötzlichen Abschalten seiner Alt-Meiler nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima weltweit allein auf weiter Flur. "Es war vor rund 50 Jahren die Politik, die die Energiewirtschaft zum Einstieg in die Kernkraft drängte. Nun will Deutschland wieder aussteigen, geht damit aber international einen Sonderweg", schrieb RWE-Chef Großmann vor kurzem in einem Beitrag für das Handelsblatt.

Doch das stimmt nicht mehr. Die Bundesrepublik, die inzwischen schon 17 Prozent der Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gewinnt und diesen Anteil bis zum Jahr 2030 auf 50 Prozent erhöhen will, findet mit ihrer Wende weg von Atom, Kohle und Gas und hin zu regenerativen Energien zusehends Nachahmer.

Am deutlichsten wird das in Italien: Wie Angela Merkel in Deutschland reagierte auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi sofort auf die Atom-Katastrophe in Japan und kippt das erst 2008 verabschiedete Gesetz zum Wiedereinstieg in die Atomkraft. Nach einer von der Regierung dem Senat vorgelegten Gesetzesänderung werden nun alle Pläne für die Erkundung, den Bau und die Inbetriebnahme von Meilern gestoppt. Stattdessen soll eine neue Energiestrategie festgelegt werden. Laut Umfragen sind nur noch 20 Prozent der Italiener für eine Kernkraft-Renaissance. Vor zwei Jahren waren es noch 50 Prozent.

Auch die Schweiz lässt den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie prüfen. Und selbst in der Atomnation Frankreich, wo 58 Meiler rund 80 Prozent des heimischen Stroms produzieren, fordert der Straßburger Stadtrat die Schließung des ältesten französischen Kernkraftwerks in Fessenheim. Frankreich bemühe sich, "den Rückstand bei erneuerbaren Energien gegenüber Deutschland auszugleichen", sagte Premierminister François Fillon. Da wirkt es schon fast anachronistisch, dass die niederländische Regierung - gegen die Mehrheit der eigenen Bevölkerung - den Bau zweier neuer Reaktoren prüft.

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  • Anstatt überhastet aus der Atomtechnologie auszusteigen, sollte sch die Union zügig von dieser Damen (Kanzlerin) trennen. Das Frau Merkel nicht zur Kanzlerin taugt, hat Sie hinlänglich bewiesen.

  • Herr Prof-Dr Ing Faulstich scheint nur vergessen zu haben, daß er das Buch von Herrn Hans Werner Sinn "das grüne Paradoxon - Plädoyer für eine illusionsfreie Politik" anscheinend gelesen und geschätzt hat. Das als Referenz zu einer lobbyfreien Darstellung des Sachverhalts.
    Und zum Thema "die Welt kehrt der Atomkraft den Rücken" ist die polnische Stellungnahme zum Bau 2 Atomkraftwerke trozt Fukushima eine bemerkenswerte Verneinung!

  • Ich wollte auf Sie, Dreifachtroll, im Grunde genommen nicht eingehen. Aber haben Sie denn diesen Artikel zur Gänze gelesen und auch verstanden? Oder nur die Überschrift? Der Artikel steht übrigens auch im Handelsblatt und untermauert Ihre Ansichten mitnichten.
    So, das wars. Sie brauchen mich nicht weiter zu provozieren.
    Wie es aussieht, posten Sie wohl Ihre Parolen im Spiegel-Forum unter Kabel-sonstnochwas?

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