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Ausweitung halbiert: Bundesregierung bremst LKW-Maut für Bundesstraßen

exklusiv Der Protest der Länder gegen die geplante Ausweitung der LKW-Maut hat Früchte getragen. Die Bundesregierung wird deutlich weniger Bundesstraßen gebührenpflichtig machen, als angekündigt. Das liegt auch an der Technik.

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Die Ausweitung der LKW-Maut auf Bundesstraßen wird ausgebremst. Quelle: dpa
Die Ausweitung der LKW-Maut auf Bundesstraßen wird ausgebremst. Quelle: dpa

Die schwarz-gelbe Koalition will darauf verzichten, die Lkw-Maut auf einen Großteil der Bundesstraßen auszuweiten. Das sieht ein Antrag der Fraktionen von Union und FDP vor, der dem Handelsblatt vorliegt. Statt auf ursprünglich vorgesehenen 2.000 Kilometern Bundesstraße wird dann nur auf rund 1.000 Kilometern Maut erhoben. Damit sinken auch die erhofften Einnahmen.

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Zwei Probleme haben zu den Korrekturen geführt: Zum einen fahren noch etliche Lastwagen mit Mautgeräten, auf die das erweiterte Streckennetz nicht aufgespielt werden kann. Die Betreiber müssten neue Geräte einbauen lassen. Zum anderen haben die Bundesländer gegen eine umfangreiche Ausweitung der Mautpflicht auf Bundesstraßen mobil gemacht, allen voran Bayern. Sie befürchten, dass Lkw auf Landstraßen ausweichen, und Wettbewerbsverzerrungen für Speditionen, die an Bundesstraßen liegen.

Der Antrag sieht eine Maut nun auf Bundesstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung vor. Zudem müssen die Straßen einen Mittelstreifen besitzen, unmittelbar an eine Autobahn angrenzen und mindestens vier Kilometer lang sein. Die Einnahmen sollten ursprünglich 2011 bei 50 und in den Folgejahren bei 150 bis 200 Millionen Euro liegen. Die Koalitionäre rechnen jetzt mit circa 100 Millionen Euro. Davon müssen aber die Betriebs- und Kontrollkosten abgezogen werden.

Auch auf den Autobahnen muss der Bund mit sinkenden Mauteinnahmen rechnen. Zum einen wächst der Verkehr nicht so stark wie geplant. Zum anderen fahren immer mehr umweltfreundliche Lkw auf den Straßen, die eine geringere Maut zahlen müssen. Vergangene Woche hatte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im Kabinett auf die Finanzlücke hingewiesen und mehr Geld gefordert. Dies lehnt allerdings Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ab. Ramsauer will nun versuchen, Geld beim Betrieb, der Planung und beim Bau von Autobahnen einzusparen und so die Finanzierungslücke zu schließen.

5 Kommentare

  • 24.03.2011, 10:08 UhrAnonymer Benutzer: Petra

    Einfach und effizient: Vignette!

  • 24.03.2011, 09:23 UhrW.Fischer

    Es muss eine Vignette für deutsche Straßen her.
    Beim überfahren der Deutschen Grenzen, müßen sofort alle die Vignette kaufen.
    Wer durch oder über unsere Straßen fahren möchte, hat zu bezahlen, so wie wir im Ausland auch.
    Basta oder alternativlos.
    Danke

  • 24.03.2011, 03:36 UhrAnonymer Benutzer: crizzler

    Schäuble will bei der deutschen Straßeninfrastruktur sparen, ballert aber das Geld für andere EU Staaten nur so raus. Verräter!

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