Auszeichnung
Schröder für den Friedensnobelpreis nominiert

Gerhard Schröder gehört laut Nachrichtenagentur dpa zu den Anwärtern auf den diesjährigen Friedensnobelpreis. Der Kanzler soll beim norwegischen Nobel-Institut neben 165 weiteren Personen sowie 33 Organisationen für den angesehensten Preis der Welt vorgeschlagen worden sein. Wer Schröder nominiert hat, ist jedoch ungewiss.

HB OSLO. Das Recht zum Vorschlag haben beim Friedensnobelpreis grundsätzlich vorhergehende Nobelpreisträger in dieser Kategorie. Anwärter kann zudem jedes Mitglied einer Regierung oder eines internationalen Gerichts benennen, sowie Professoren der Fachrichtungen Sozialwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Recht und Theologie, sowie die Leiter von Friedensforschungsinstituten und ähnlichen Organisationen.

Schwierig dürfte die Entlarvung des Nominierenden auch aufgrund der Statuten der Stiftung werden. Demnach werden Informationen über Nominierte und Nominierende für einen Zeitraum von 50 Jahren unter Verschluss gehalten.

Der Direktor des norwegischen Nobelinstitutes, Geir Lundestad, wollte die Nominierung von Schröder weder bestätigen noch dementieren. Dies sei nach den Regeln bei der Vergabe für eine Dauer von 50 Jahren eine nichtöffentliche Information. Lundestad sagte der dpa: „Es ist richtig, dass führende Politiker aus großen Ländern recht häufig vorgeschlagen werden.“

Am Montagabend hatte der Schriftsteller und Träger des Literaturnobelpreises, Günter Grass gesagt, er sehe in Schröder wegen dessen Verweigerung einer deutschen Teilnahme am Irak-Krieg einen Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Grass ist seit Jahren auch Wahlkämpfer für die SPD, dementierte jedoch Spekulationen, er habe etwas mit Schröders Nominierung zu tun.

Die Entscheidung wird am 14. Oktober bekannt gegeben. Zu den weiteren Kandidaten dieses Jahres gehören unter anderem US- Außenminister Colin Powell, der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko, die irischen Rockmusiker Bono und Bob Geldof und der chinesische Menschenrechtler Wei Jingsheng.

Große Konkurrenz für Schröder

Im vergangenen Jahr wurde die mit zehn Millionen Kronen (1,1 Millionen Euro) dotierte Auszeichnung an die kenianische Umweltschützerin und Menschenrechtlerin Wangari Maathai vergeben. Letzter deutscher Preisträger war 1971 der damalige Bundeskanzler Willy Brandt (SPD).

Zu den weiteren Kandidaten dieses Jahres gehören unter anderem der frühere US-Außenminister Colin Powell, der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko, die irischen Rockmusiker Bono und Bob Geldof und der chinesische Menschenrechtler Wei Jingsheng.

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